PISA – Wir bestimmen die Probleme

Politiker müssen stets entscheiden: Welche Probleme stellen sich? Welche sollen zuerst angegangen werden? Bei der Beantwortung dieser Fragen arbeiten den Politikern Interessengruppen zu. Man nennt dies bekanntlich Lobbyarbeit oder Politikberatung. Solche Politikberatung ist zum Beispiel das Ziel der OECD: Die ‘Zielsetzung und Arbeitsweise der OECD’ lautet: ‘Vergleichende Analysen (anzufertigen), Prognosen, Empfehlungen – Standards, peer reviews, Identifizierung von best practice – Trends, zukunftsweisende Strategien (zum Beispiel OECD Skills Strategy)’ – also all das, was Politik braucht.

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Gleichheit oder Gerechtigkeit? Ziele der Bildung und empirische Forschung

Gastbeitrag von Harro Müller-Michaels

Bildung ist nur in Widersprüchen zu denken. Auf der Grundlage gegebener Verhältnisse und vorhandener Fähigkeiten sollen Konzepte entwickelt werden, die Jugendliche befähigen, ihr zukünftiges Leben selbstbestimmt zu gestalten. Der Realität läuft ständig die Utopie voraus, die sie leitet, korrigiert und sich im Prozess der Anarbeitung selbst verändert. Ohne diese Entwürfe auf die Zukunft bekräftigte sich das Bestehende, fände Bildung nicht statt.

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Was kommt nach Hattie? Ein Blick auf das pädagogische Wellenreiten

Die deutsche Schul- und Bildungsszenerie benötigt offenbar von Zeit zu Zeit immer wieder mal neue Aufregungen und Impulse. Rainer Dollase zu den Hattie-Studien

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Brave new digital world

Per Mausklick vom Netz-Biotop der Digital Na(t)ives zur digitalen Demokratur – und wieder zurück: Ein Blick auf Netzwerke, Cloud Computing und Apps, hinter Display und Touchscreen.

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Die Babylonische Gefangenschaft des Ministeriums für Bildung und Forschung

Am 12. April des vergangenen Jahres kam es zu einer Vereinbarung zwischen Bund und Ländern über ein gemeinsames Programm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ gemäß Artikel 91b des Grundgesetzes. Mit ihm ist es erlaubt, dass der Bund sich in einem Bereich engagiert, für den er selbst nicht zuständig ist.

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Quality management by marking schemes dumping

It has long been all over town: The methods of alleged “quality management” in education do not lead to greater knowledge and skills, rather they conceal the fact that students know less and are capable of less. Ever more beginners, particularly in the natural sciences, lack basic knowledge and skills to successfully take up and complete their studies.

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Wider die Monokultur

Weltweit ist die ökonomische Lehre in den letzten Jahrzehnten radikal standardisiert worden. Global wird nach der gleichen ökonomischen Methode gelehrt. Treibende Kraft ist die rasante Verbreitung amerikanischer Lehrbücher, die übersetzt in bis zu vierzig Sprachen und millionenfach verkauft international den Maßstab für ökonomische Bildung setzen. Die Folge ist eine geistige Monokultur nicht nur in der Volkswirtschaftslehre.

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Reformierter Unterricht – Entgrenzung oder Erosion einer pädagogischen Praxis

Manches davon kann heute als Kür in Schulen beobachtet werden, deren Pflicht freilich anhaltend durch die Normalform geprägt bleibt. Nicht weniges davon wird auch der kritische Beobachter als Zugewinn an produktiver Pädagogik verbuchen, womit Entgrenzung erfreulich wird. Anderes aber, so werde ich zu zeigen haben, führt zu einer ungewollten Aushöhlung des Unterrichts in seiner Substanz.

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Evidenzbasierte Bildungsforschung

Gastbeitrag von Sieglinde Jornitz

In der deutschen Erziehungswissenschaft nimmt ein Teil der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für sich in Anspruch, eine „evidenzbasierte Bildungsforschung“ zu betreiben. Sie versuchen, sich als Avantgarde zu erkennen zu geben, indem sie ein in den USA und in Großbritannien sich mehr und mehr verbreitendes Konzept auch in Deutschland etablieren wollen. Im Folgenden soll zunächst geklärt werden, was unter Evidenz zu verstehen ist, um von dieser Begriffsbestimmung aus das Konzept zu beleuchten.

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Auf dem Weg zur Totalkompetenz

Natürlich protestieren sie jetzt wieder, die Unwissenden. Jawohl, wir haben beschlossen, den Biologie-Unterricht in der Erprobungsstufe zu streichen, genauer: ihn in einem gemeinsamen Fach namens „Naturphänomene und Technik“ aufgehen zu lassen.

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