Kompetenzorientierter Ethikunterricht bildet?

Die in der Sache zwar einstimmigen, aber in der abschließenden Beurteilung kontroversen Beiträge von Remme und Kirschner/Petermann erörtern den baden-württembergischen Bildungsplan Ethik unter der Fragestellung, ob ein kompetenzorientierter Ethikunterricht den in der Kompetenzdebatte eingeforderten Bildungsanspruch einlösen könne.

Zur Reflexionslosigkeit des „Homo Digitalis“

Der Text bietet eine knappe Genealogie einer vom Digitalen geprägten neuen Vorstellung vom Menschen: des „Homo Digitalis“. Mit Blick auf erziehungswissenschaftliche und bildungstheoretische Anschlussmöglichkeiten soll ein Aspekt im Mittelpunkt stehen, der mit dieser Selbstbeschreibung der Gegenwart obsolet zu werden scheint: die kritisch-distanzierende, hinterfragende Reflexion, ohne die es souveräne, mündige und verantwortungsbewusst handelnde Subjekte nicht geben kann. Ein Beitrag von Markus Reinisch

Negatives Qualitätsmanagement

Das Momentum der Verkündung und die darauffolgenden Umsetzungsstrategien einer weiteren, neuen Qualitätsmanagementmaßnahme an einer Schule werden in folgenden Gedanken kritisch betrachtet. Dabei wird versucht, das oft rein positiv ausgerichtete Qualitätsmanagement durch ein negatives zu erweitern. Ein Beitrag von Gordan Varelija

Das „Who is who?“ der deutschen Bildungs-Digitalisierungsagenda. Eine kritische Politiknetzwerk-Analyse

Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche hat ganz unterschiedliche Akteure mit politischen, sozialen wie kommerziellen Interessen. Die damit einhergehenden, wechselseitigen Verbindungen und Bezüge werden von Förschler in einem lesenswerten Beitrag aufgezeigt.

Bayerns Hochschulreform: Starke Präsidien, schwache Fakultäten

Der bayerische Plan zur Reform der Hochschulen verschreibt sich der Ökonomisierung. Universitäten sollen von oben herab regiert werden – zum Nachteil der Wissenschaftsfreiheit. Ein Beitrag von Prof. Dr. Jens Kersten und Prof. Dr. Schulze Wessel, zuerst erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung