«Selektieren», «Aussortieren» – wenn Sprache Bildungspolitik macht
In der Schweizer Bildungsdebatte zeigt sich, wie schnell ein Urteil schon im Wort stecken kann. Wer Schülerinnen und Schüler «aussortiert» oder «selektiert», beschreibt nicht einfach einen bildungspolitischen Vorgang. Er gibt ihm bereits eine Bedeutung – und lenkt damit, bewusst oder unbewusst, den Blick des Lesers. Von Carl Bossard