Frankfurter Jahrestagung „Irrwege der Unterrichtsreform“ 2012 – Beiträge jetzt erschienen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Vorträge der Frankfurter Jahrestagung „Irrwege der Unterrichtsreform“ (Tagungsbericht) im März 2012 sind im Schöningh-Verlag erschienen: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik, Heft 3/2012.

Ökonomismus in der Bildung: Menschenbilder, Reformstrategien, Akteure

Wie kommt es, dass die große Zahl der Reformen gegen die Lehrerschaft und entgegen grundlegender Erkenntnisse der Erziehungswissenschaft durchgesetzt wurde? Wieso wurden und werden die tatsächlichen Experten für Bildung und Erziehung nicht nur nicht gehört, sondern systematisch marginalisiert und mit allerlei Tricks „auf Linie“ gebracht? Und wer sind hierbei die Akteure, wenn diejenigen, die in einem demokratisch verfassten Staat dafür zuständig sind, nicht gehört werden?

Hattie-Studie: Auf der Suche nach dem Gral

„Kleine Klassen bringen nichts, offener Unterricht auch nicht. Entscheidend ist: Der Lehrer, die Lehrerin. Das sagt John Hattie. Noch nie von ihm gehört? Das wird sich ändern.“ propagiert das Hamburger Wochenblatt DIE ZEIT und setzt sich damit an die Spitze der Phalanx jener, die die Hattie-Studie propagieren.

Traut euch doch endlich!

Wenn Theorie und Wirklichkeit zusammenstoßen, und es stellt sich heraus, daß sie nicht zueinander passen, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Störung zu beheben: Ein eher konventioneller Lösungsversuch wird die Theorie revidieren, um sie realitätstauglicher zu machen. In der Pädagogik ist dieser Weg freilich unbeliebt.