Wohin der Akademisierungswahn langfristig führt
Länder mit einer hohen Abiturientenquote sind nicht unbedingt reicher als Staaten mit einer relativ niedrigen Quote – wie etwa Österreich und die Schweiz.
Turbo G8
„Die Begründungen, die zu G8 geführt haben, kamen in erster Linie aus einem neoliberalen Anspruch auf Bildung, der unsere Kinder als nachwachsenden Rohstoff für den Kapital- und Arbeitsmarkt betrachtet und in der es darauf ankommt, dieses Humankapital möglichst effizient im Rahmen der Globalisierung und einer weltweiten Employability aufzustellen.“ Professor Hans Peter Klein im Interview
„Neue Lernkultur im Musterländle“ – Artikel in der FAZ von Matthias Burchardt und Jochen Krautz
Die Lehrer sollen in Baden-Württemberg nicht mehr lehren, sondern als Lernbegleiter wirken.
Praxis der Unbildung – Elternsprechtag an der Uni
Die Universitäten werden von Scharen unreifer Studenten überlaufen. Ihre übereifrigen Eltern degradieren die Hochschulen zu Ausbildungsdienstleistern mit Erfolgsgarantie.
Bildung heißt Mündigkeit
Alle reden über Bildung. Doch in der Realität der »Bildungsrepublik« fehlt es überall: an Geld, an Personal, an Krippenplätzen. Stattdessen gibt es ständig neue »Reformen«, die alle ein Ziel haben: möglichst schnelle Verwertbarkeit für den Markt.
Warum Inklusion unmöglich ist
Die Inklusion ist eine so große Herausforderung für die Lehrerinnen und Lehrer und unsere Gesellschaft insgesamt, dass ich mir eine entsprechende Entscheidung nur in einem möglichst großen gesellschaftlichen Konsens vorstellen kann.
»Inklusion« und »Integration« – zum Verständnis zweier pädagogischer Zauberformeln
Seit 2006 die UN-Konvention über Menschen mit Behinderung alle Mitgliedsstaaten verpflichtet hat, »[to] ensure an inclusive education system«, sind Bildungspolitik und vor allem Sonderpädagogik hierzulande in Aufruhr, zeichnet sich doch das deutsche Schulsystem von jeher besonders stark durch die »begabungsgerechte« Separation seiner Schülerschaft in diesen »Begabungen« angeblich entsprechenden Schulformen aus.
Peter Frattons „Haus des Lernens“— ein neues Eschaton der Schulreform?
Bildungspolitische Initiativen zur Schulreform erinnern bisweilen an eine Szene aus dem Monty Python-Klassiker Life of Brian: Der nach einer eher dadaistischen Predigt wider Willen als neuer Messias entdeckte Protagonist flieht vor seinen Verehrern und verliert dabei eine Sandale, die die Proselyten als ein Zeichen interpretieren, seinem Beispiel zu folgen und fortan als „Sandaliten“ eine Sandale am Fuß und die andere in der Hand zu tragen, was zwar sinnlos ist, aber vielleicht zum Heil beitragen mag.
Digitales Lernen: Geschäftsmodell statt Unterricht?
„Digitales Lernen“ war eines der Hauptthemen der diesjährigen Didacta im Februar in Köln. Man muss einen Beitrag über „Digitales Lernen“ daher heute zwangsläufig mit einer Banalität beginnen: Kein Mensch lernt digital. Digital ist weder der Mensch noch das Lernen, digital codiert sind Medieninhalte und Medien.
Marburger Bildungsaufruf – Demokratisierung statt Ökonomisierung!
Wir brauchen eine neue Entwicklungsrichtung für unser Bildungswesen. Seit Jahren greift die Dominanz ökonomischer Interessen auf Bereiche über, in denen das Wohl von Menschen Priorität haben sollte. Im Gesundheits- und Sozialwesen ist dies bereits sehr deutlich geworden. Auch in der Bildung geht es bei den aktuellen Schulreformen vorrangig um betriebswirtschaftliche Effizienz, Konkurrenz und Verwertbarkeit. Den Preis zahlen unsere Kinder und Jugendlichen, ihre Eltern, unsere Lehrkräfte und Schulen. Den Preis zahlen wir alle.
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