Bildung ist mehr als Sozialpolitik

Bildung bereitet auf eine unbekannte Zukunft vor. Wie diese aussehen wird, hängt davon ab, wie die Möglichkeiten der Freiheit mit Leben gefüllt werden. Es geht um mehr als kurzfristige, passgenaue, an aktuellen Marktveränderungen ausgerichtete Qualifizierung durch lebenslanges Lernen.

Qualitätsmanagement in Schulen als verdeckte Steuerung

In vielen Bundesländern sind im Gefolge von PISA Verfahren sogenannter „Qualitätssicherung“ eingeführt worden. Die Stellungnahmen der Kollegen Burchardt, Felten und Krautz für das Ministerium im Rahmen der Landtags-Anhörung in Nordrhein-Westfalen zeigen den Widersinn dieser Maßnahmen.

Ein Jahr Schule macht ein Jahr mehr Qualität

G8 Befürworter verwickeln sich immer mehr in argumentative Widersprüche – diese sind um so zahlreicher, je weniger deren Vertreter was von Schule und Schulforschung verstehen. Wer vernünftig entscheiden will, kann nur zu dem Schluss kommen, dass die Wiedereinführung von G9 die einzig sinnvolle Maßnahme ist.

ICILS – Digital-Adventisten am Schul-Tor

Es gibt zwar exakt keine empirischen Belege dafür, dass digitale Medien in Schule und Unterricht einen Vorteil gegenüber traditionellen Methoden und analogen Medien hätten. Gleichwohl trommeln Wirtschafts- und IT-Lobbyisten mit der ICILS-Studie „Alarm“. Achtklässler, Computer, Mittelmaß! Ziel ist nicht die Verbesserung der Lehre, sondern die Verstetigung lukrativer Märkte für Hard- und Software an Schulen.

Widersinnig, unnötig, unkritisch: Die ‚konstruktivistische Wende’ in der Pädagogik

Gastbeitrag von Ludwig A. Pongratz

Pädagogische Reformprozesse haben gewöhnlich eine Eigendynamik, die nicht nur die Reformpraxis, sondern auch ihre theoretischen Grundbegriffe betrifft. Die theoretischen Orientierungen, die dazu beitragen, eine veränderte Praxis zu etablieren, werden im Verlaufe von Reformprozessen popularisiert, häufig auch psychologisiert und banalisiert.