Wie politische Interessen den Unterricht beeinflussen

Ein Beitrag von Hans-Peter Klein aus der  WirtschaftsWoche (12.10.2017)

Die Kompetenzorientierung im Bildungswesen macht es möglich, dass Pseudo-Fakten ungefiltert in Lehrmaterial aufgenommen werden – im politischen Interesse. Ein Beispiel ist die Grüne Gentechnik.

Zur Fragwürdigkeit des PISA- Rankings

Nach dem viel beschworenen „PISA-Schock“ hat sich Deutschland in den folgenden fünf Testrunden allerdings deutlich verbessert, wogegen ehemalige Musterschüler wie Finnland und Schweden abgefallen sind. Inwieweit solche Verschiebungen im Klassement auf Veränderungen in den getesteten Schulsystemen zurückzuführen sind, ist jedoch eine offene Frage.

Das Abitur steht auf dem Prüfstand

Das mit Spannung zu erwartende Urteil wird wohl erst in einigen Monaten vorliegen, aber immerhin nahmen die Richter des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) am 4. Oktober 2017 erstmals das Abitur unter die Lupe. Anlass waren Klagen zweier abgelehnter Studienplatzbewerber aus Hamburg und Schleswig-Holstein.

Petition: Irrweg der Bildungspolitik

Die Kultusministerkonferenz hat im Juni 2017 beschlossen, in Digitaltechnik statt in Lehrkräfte zu investieren („DigitalPakt Schule“). Dazu wird die Länderhoheit in Bildungsfragen ebenso aufgehoben wie die Entscheidungsfreiheit der Lehrerinnen und Lehrer, welche Medien sie im Unterricht einsetzen. Das ist falsch. Dagegen gibt es einen Offenen Brief an die Kultusminister.