Schule und Corona: Kinder und Jugendliche in der Krise

Zwei informative und lesenswerte Beiträge von Prof. Dr. Armin Bernhard und Jochem Schirp richten den Fokus auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Zuge von Homeschooling und Digitalisierung.

Bessere PISA-Ergebnisse durch selektives Testen

Ein wenig beachteter, aber gravierender Schwachpunkt der PISA-Studie liegt darin, dass Länder bzw. Volkswirtschaften miteinander verglichen werden, in denen die für den Test relevante Schülerpopulation sehr unterschiedlich erfasst wird. Welche Folgen das haben kann, sei an einem einfachen Beispiel verdeutlicht.
Wir nehmen an, dass in einem Land idealerweise 100 Prozent aller für eine repräsentative Stichprobe gezogenen Schülerinnen und Schüler am Test teilnehmen und auf einer siebenstufigen Skala folgende Punktverteilung erreichen: Ein Gastbeitrag von Rainer Bölling

Sitzungsprotokoll vom 18. Dezember 2022 im Ergebnis: Qualitätssicherungs-Konzept (QKo)

In den Schulen haben wir Lehrpersonen eine Expertise hart erarbeitet: Wir entwickeln in Teamarbeit hervorragende Konzepte für alles, was man uns aufträgt! Der folgende Text ist eine „dystopische Phantasie“ einer schlaflosen Nacht in der Form eines Ergebnisprotokolls. Festgehalten wird darin die fiktive Sitzung eines Konzept-Teams zum Auftrag der Qualitätssicherung in einer Gesamtschule. Klingt ganz normal? Das ist ja das Schlimme!
Eine dystopische Phantasie von Dr. Norbert R. Vetter

Zur Begründung von Lernzielen in Konzepten der Kompetenzorientierung

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Volker Ladenthin

Die Kompetenztheorien bestimmen als Ziel schulischer Prozesse die funktionale Qualifikation der nachfolgenden Generation für Zwecke, die die ältere Generation ihr setzt. Allerdings können nach dieser Logik Kompetenztheorien dann von sich aus und mit ihrem Instrumentarium nicht mehr thematisieren, welche Gruppen oder Interessen in der älteren Generation denn diese Zwecke setzen darf oder soll.

Vernachlässigte pädagogische Grundfragen in der gegenwärtigen Krisen-Bildungspolitik

Die durch das Corona-Virus verschärfte gesellschaftliche Krise wirft eine Vielzahl päd­agogi­scher/bildungspolitischer Grundfragen auf, die von den bildungspolitischen Akteurinnen und Ak­­teuren bis hin zu Bündnis 90/Die Grünen und zur Linkspartei kaum thematisiert werden, ob­gleich jene existenzieller Natur sind.

Kompetenzorientierter Ethikunterricht bildet?

Die in der Sache zwar einstimmigen, aber in der abschließenden Beurteilung kontroversen Beiträge von Remme und Kirschner/Petermann erörtern den baden-württembergischen Bildungsplan Ethik unter der Fragestellung, ob ein kompetenzorientierter Ethikunterricht den in der Kompetenzdebatte eingeforderten Bildungsanspruch einlösen könne.

Zur Reflexionslosigkeit des „Homo Digitalis“

Der Text bietet eine knappe Genealogie einer vom Digitalen geprägten neuen Vorstellung vom Menschen: des „Homo Digitalis“. Mit Blick auf erziehungswissenschaftliche und bildungstheoretische Anschlussmöglichkeiten soll ein Aspekt im Mittelpunkt stehen, der mit dieser Selbstbeschreibung der Gegenwart obsolet zu werden scheint: die kritisch-distanzierende, hinterfragende Reflexion, ohne die es souveräne, mündige und verantwortungsbewusst handelnde Subjekte nicht geben kann. Ein Beitrag von Markus Reinisch

Negatives Qualitätsmanagement

Das Momentum der Verkündung und die darauffolgenden Umsetzungsstrategien einer weiteren, neuen Qualitätsmanagementmaßnahme an einer Schule werden in folgenden Gedanken kritisch betrachtet. Dabei wird versucht, das oft rein positiv ausgerichtete Qualitätsmanagement durch ein negatives zu erweitern. Ein Beitrag von Gordan Varelija

Das „Who is who?“ der deutschen Bildungs-Digitalisierungsagenda. Eine kritische Politiknetzwerk-Analyse

Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche hat ganz unterschiedliche Akteure mit politischen, sozialen wie kommerziellen Interessen. Die damit einhergehenden, wechselseitigen Verbindungen und Bezüge werden von Förschler in einem lesenswerten Beitrag aufgezeigt.