A standardized studio? Art and art education under pressure from economization

First of all I would like to thank you very much for the invitation to this conference. It’s an honour and a pleasure to speak to so many colleagues from different countries. The theme of this conference is very important and urgently needs to be discussed. All the more as many of my German colleagues do not realize what is happening to our education system and how its economization poses a threat not only to art education.

Quality management by marking schemes dumping

It has long been all over town: The methods of alleged “quality management” in education do not lead to greater knowledge and skills, rather they conceal the fact that students know less and are capable of less. Ever more beginners, particularly in the natural sciences, lack basic knowledge and skills to successfully take up and complete their studies.

Stichwort Abschlussarbeit

Bei den Abschlussarbeiten, die von den Lehrenden – jedenfalls der Idee nach ‒ intensiv betreut und beurteilt werden, versagen dann nicht selten die studentischen Interaktionskünstler, die in den Seminaren aufgrund ihrer Kompetenzdarstellungskompetenzen überzeugen konnten. Und manchmal gibt es für Lehrende wahre Überraschungen, wenn Studierende, die in den Seminaren eher unscheinbar waren, plötzlich mit publikationsreifen Überlegungen glänzen.

Wider die Monokultur

Weltweit ist die ökonomische Lehre in den letzten Jahrzehnten radikal standardisiert worden. Global wird nach der gleichen ökonomischen Methode gelehrt. Treibende Kraft ist die rasante Verbreitung amerikanischer Lehrbücher, die übersetzt in bis zu vierzig Sprachen und millionenfach verkauft international den Maßstab für ökonomische Bildung setzen. Die Folge ist eine geistige Monokultur nicht nur in der Volkswirtschaftslehre.

Education as a Commodity

Published in German under the title: Ware Bildung, Schule und Universität unter dem Diktat der Ökonomie (Hugendubel, Munich/Kreuzlingen, 2007) this book provides a detailed analysis of the hidden agenda behind Germany’s on-going process of educational reform. In today’s schools, teachers and students are bearing the brunt of constant PISA studies and comparative testing to measure the country’s international standing in education.

Reformierter Unterricht – Entgrenzung oder Erosion einer pädagogischen Praxis

Manches davon kann heute als Kür in Schulen beobachtet werden, deren Pflicht freilich anhaltend durch die Normalform geprägt bleibt. Nicht weniges davon wird auch der kritische Beobachter als Zugewinn an produktiver Pädagogik verbuchen, womit Entgrenzung erfreulich wird. Anderes aber, so werde ich zu zeigen haben, führt zu einer ungewollten Aushöhlung des Unterrichts in seiner Substanz.

Was, wenn nicht Bildung im Medium der Wissenschaft für den Beruf?

Für Aufsehen (unter den Lesern der FAZ) sorgte vor einiger Zeit der Mainzer Professor für Katholische Theologie Marius Reiser, als er seinen staatlichen Dienstherrn um Entlassung aus dem Amt des Professors bat. Er hatte die Nase voll und wollte nicht mehr tun, was nach der Bologna-Reform auch seine Praxis erreicht hatte: die Veränderung des wissenschaftlichen Charakters des Studiums in einen schlechten schulischen Anpassungs- und Lerndrill.

Evidenzbasierte Bildungsforschung

Gastbeitrag von Sieglinde Jornitz

In der deutschen Erziehungswissenschaft nimmt ein Teil der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für sich in Anspruch, eine „evidenzbasierte Bildungsforschung“ zu betreiben. Sie versuchen, sich als Avantgarde zu erkennen zu geben, indem sie ein in den USA und in Großbritannien sich mehr und mehr verbreitendes Konzept auch in Deutschland etablieren wollen. Im Folgenden soll zunächst geklärt werden, was unter Evidenz zu verstehen ist, um von dieser Begriffsbestimmung aus das Konzept zu beleuchten.

Mythos Neue Lernkultur

Nimmt man Google als Seismograph für die gesellschaftliche Relevanz von Themen, so dürfte die „Neue Lernkultur“ mit 168.000 Einträgen eindeutig dazu zählen. Die disziplinäre Beteiligung an dieser Debatte ist breit gestreut, eindeutig dominant sind aber die betriebliche Weiterbildung und bildungspolitische bzw. schulische Kontexte.