Ist das Kompetenz oder kann das auch weg?

Seit Einläutung des Bolognaprozesses 1999 und der ersten PISA-Studie von 2000 hat ein Begriff im deutschen Bildungswesen einen fulminanten Aufstieg zu verzeichnen wie kaum ein anderer vor ihm: Kompetenz.

Im Namen der Un-Schuld – Philosophie für eine unakkreditierte Universität

Der Bologna-Prozess und die ihn erzeugende Bildungspolitik haben eine Wende in der (Selbst-)Wahrnehmung der Universitäten hervorgebracht. Sie haben nämlich mindestens so radikale Konsequenzen bewirkt, wie Wilhelm von Humboldts Impulse zu einer Verwandlung des Universitätswesens seinerzeit bewirkten. Gastbeitrag von Salvatore Lavecchia, Università degli Studi di Udine (Italien)

Die mediale Schul-Debatte ist verkitscht

Eine neue Formel geisterte durch den zweiten Schul-Lockdown. Es war die Rede von einer „abgehängten“ oder gar „verlorenen Generation“. Gemeint sind Schüler:innen, die zuhause am Bildschirm arbeiten mussten, denen die schulische Interaktion fehlte und die Schulstoff verpasst haben – auch weil einige nicht über die private digitale Infrastruktur verfügten. Nun sollen sie sukzessive wieder die Schule besuchen. Gastbeitrag von Nils B. Schulz

Digitalisierung und Individualisierung: Eine unheilige Allianz, die Bildung verhindert

Schon vor der Corona-Krise machte sich in den Schulen der Trend breit, dem Problem der Heterogenität der Schülerschaft durch sog. „Individualisierung“ begegnen zu wollen. Man löst die Klassengemeinschaft faktisch auf und versorgt jede Schülerin, jeden Schüler mit differenzierten Arbeitsaufträgen, die sie „selbstgesteuert“ bearbeiten sollen.