Hattie-Studie: Auf der Suche nach dem Gral

„Kleine Klassen bringen nichts, offener Unterricht auch nicht. Entscheidend ist: Der Lehrer, die Lehrerin. Das sagt John Hattie. Noch nie von ihm gehört? Das wird sich ändern.“ propagiert das Hamburger Wochenblatt DIE ZEIT und setzt sich damit an die Spitze der Phalanx jener, die die Hattie-Studie propagieren.

Traut euch doch endlich!

Wenn Theorie und Wirklichkeit zusammenstoßen, und es stellt sich heraus, daß sie nicht zueinander passen, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Störung zu beheben: Ein eher konventioneller Lösungsversuch wird die Theorie revidieren, um sie realitätstauglicher zu machen. In der Pädagogik ist dieser Weg freilich unbeliebt.

Bertelsmann Stiftung verliert weiter an Glaubwürdigkeit

“Die bildungspolitische Debatte ist immer weniger orientiert an den Kriterien Rationalität und Ehrlichkeit, sondern immer mehr geprägt von Schreckensszenarien gewisser Organisationen und Stiftungen. Die jüngste „Meldung“ aus dem Hause Bertelsmann über angeblich jährlich nur 23.000 „Bildungsaufsteiger“ bei angeblich 50.000 „Bildungsabsteigern“ gehört zur letzteren Kategorie.

Damit solche Szenarien ihre Wirkung entfalten können, werden sie als „Studien“ und damit als „Wissenschaft“ verkauft. Wenn der Initiator einer solchen „Studie“ auch noch OECD oder Bertelsmann heißt, dann steht eine solche „Studie“ kurz vor der Heiligsprechung zur apokalyptischen Offenbarung.

„Wider den Methodenzwang“ Kritik und Alternativen der ökonomischen Bildung

Vortrag von Prof. Dr. Silja Graupe im Rahmen der Vortragsreihe „kritische Perspektiven auf ökonomische Theorie
und Praxis“ am 17. Januar 2013, 18-20 Uhr an der Freien Universität Berlin, Garystraße 21, 14195 Berlin, Hörsaal 103

Person oder homo oeconomicus? Zum Menschenbild der Bildungsreformen seit PISA und Bologna

Vortrag von Prof. Dr. Jochen Krautz am Institut für Waldorfpädagogik, Inklusion und Interkulturalität, Zielstr. 28 . 68169 Mannheim am Donnerstag, 28. Februar 2013, 18:30 – 20:00 Uhr