Wahre Bildung oder Bildung als Ware? Über den Wert der pädagogischen Beziehung
Vortrag von Prof. Dr. Jochen Krautz am Antoniuskolleg Neunkirchen, Pfarrer-Schaaf-Str. 1, 53819 Neunkirchen
1. Februar 2013, von 09.00-13.00 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Jochen Krautz am Antoniuskolleg Neunkirchen, Pfarrer-Schaaf-Str. 1, 53819 Neunkirchen
1. Februar 2013, von 09.00-13.00 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Jochen Krautz am Wilhelm-Normann-Berufskolleg, Hermannstraße 5, 32051 Herford am 19. Februar 2013, 14.00 Uhr.
Der Philologenverband Niedersachsen widmet sich dem Angriff auf das Bildungswesen, der mit den Mitteln eines kurzschlüssigen Ökonomismus traditionelle Ansprüche, sinnvolle Strukturen, bewährte Gehalte und pädagogische Modelle abzuwickeln droht.
NEIN! So eine Schule wollen wir nicht! Darin waren sich die ca. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung „Irrwege der Bildungsreform“ am vergangenen Freitag (30.11.12) einig. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Kreisverband Dill) hatte gemeinsam mit Universitätsprofessoren und der Gustav-Heinemann Friedensgesellschaft Siegen in die Universität Siegen eingeladen, um sich kritisch mit den aktuell verordneten Reformen zum kompetenzorientierten Unterricht und den Folgen des Ökonomismus in der Bildung auseinanderzusetzen.
Paradoxa einer verordneten individuellen Standardisierung
Vortrag von Frau Dr. Schadt-Krämer, Abteilungsleiterin an der Gesamtschule Duisburg-Emschertal
Irrwege der Bildungsreform
Freitag, den 30. 11. 2012, von 10.00 bis 17.00 Uhr
Uni Siegen, Hörsaal F 112 (Hölderlinstraße)
Den meisten von uns wird die Bedeutung des Begriffes „Schule“ bekannt sein: seinen Ursprung hat dieser im altgriechischen Wort scholé, was sich mit „Muße“ übersetzen läßt. Zum Lernen bedarf es der (inneren und äußeren) Ruhe, und damit der Zeit.
Zuletzt wieder, nach der Wahl eines Pfarrers zum Bundespräsidenten, ist bemerkt worden, die Bundesrepublik sei nach 1989 protestantischer geworden. Im alten Westen hatte mit der Privatisierung der Religion die Konfession von Politikern kaum noch dafür herhalten müssen, Politik darzustellen oder zu deuten.
Das lateinische competere ist schwer zu übersetzen. Wörtlich heißt es »zusammen zugreifen«. Gemeint ist damit der geordnete, rechtmäßige Zugriff auf etwas, die Zuständigkeit, die sachkundige Befugnis dafür. Bald aber verdünnte sich »Sprachkompetenz« zu der unspezifischen Fähigkeit, Worte und Sätze zu bilden, und es dauerte nicht lange, bis »Kompetenz« zu einem allgemeinen Synonym für »Fähigkeit« absank, was umgekehrt dazu führte, dass jede überhaupt nur registrierbare Fähigkeit in den Rang einer Kompetenz aufstieg.
Inkompetenzkompensationskompetenz verschleiert das Scheitern der Schulreformen (Hans Peter Klein in Profil, November 2012)
Die Spatzen pfeifen es längst von den Schul-Dächern: Die Methoden angeblicher ‘Qualitätssicherung’ des Unterrichts führen nicht zu mehr Wissen und Können …