Schluss mit PISA?
Wolfram Meyerhöfer, Professor für Mathematikdidaktik, erklärt in einem Interbiew mit Jens Wernicke, Telepolis, warum es bei den Pisa-Tests nicht um Wissen, Bildung oder Verstehen geht.
Wolfram Meyerhöfer, Professor für Mathematikdidaktik, erklärt in einem Interbiew mit Jens Wernicke, Telepolis, warum es bei den Pisa-Tests nicht um Wissen, Bildung oder Verstehen geht.
Der badenwürttembergische SPD-Fraktionsvorsitzende Schmiedel machte im Mai 2013 für die sinkenden Umfragewerte seiner Partei im Ländle nicht die aktuelle Bildungspolitik von Grün-Rot verantwortlich, sondern Lehrer und Lehrerverbände. Wie das?
In der „Expertise Gemeinschaftsschule“ wird das Kapitel 16 „Individualisierung am Beispiel Kompetenzraster“ von den Herausgebern Thorsten Bohl/Sibylle Meissner als „sehr praxisnah“ angekündigt (S.11). Es nimmt insofern eine Schlüsselrolle ein, als es sich nicht mit bildungspolitischen Postulaten und Strategien, mit System- oder Organisationsfragen, mit Rahmenbedingungen und Zielen befasst, sondern mit dem Unterricht selbst und seiner praktischen Realisierung. Peter Fratton geht es dem eigenen Bekunden nach nicht um Unterrichts-Theorie, sondern „allein um Praxis“, weshalb er seine Energie auf die Schaffung einer optimalen „Lernumgebung“ konzentriert, in welcher die „Lernpartner“ selbstständig, aber „begleitet“ ihren eigenen Weg zum Ziel suchen („autonomes Lernen“), nachdem sie vom „Lernbegleiter“ einen „input“ (und ein Ziel?) erhalten haben.
Länder mit einer hohen Abiturientenquote sind nicht unbedingt reicher als Staaten mit einer relativ niedrigen Quote – wie etwa Österreich und die Schweiz.
Was ist eigentlich aus meinen Göttinger Professoren geworden, erkundigte sich der hannoversche König Ernst August I. scheinheilig beim Universalgelehrten Alexander von Humboldt. Dann schob er nach, dass sich ein Landesherr Professoren ähnlich wie Tänzerinnen oder Huren „überall“ kaufen könne. Die selbstgefällige Bemerkung zeigt nach Einschätzung von Prof. Steffen Martus, Berlin, dass der Welfen-König nicht einmal ansatzweise verstanden hat, worum es der Göttinger Sieben 1837 in ihrer Protestation, ihrem Protestschreiben, gegen die Aufhebung der Verfassung im Königreich Hannover gegangen sei.
19. und 20. April 2013, Universität Wien
Vorträge als Video online
„Die Begründungen, die zu G8 geführt haben, kamen in erster Linie aus einem neoliberalen Anspruch auf Bildung, der unsere Kinder als nachwachsenden Rohstoff für den Kapital- und Arbeitsmarkt betrachtet und in der es darauf ankommt, dieses Humankapital möglichst effizient im Rahmen der Globalisierung und einer weltweiten Employability aufzustellen.“ Professor Hans Peter Klein im Interview
Die Lehrer sollen in Baden-Württemberg nicht mehr lehren, sondern als Lernbegleiter wirken.
In der Online-Ausgabe der WASHINGTON POST ist ein Artikel erschienen, der ein Handyvideo kommentiert, das den High School Schüler Jeff Bliss zeigt. Der 18-Jährige macht seiner Lehrerin klar, was er von ihren Unterrichtsmethoden hält.
Vortrag von Jochen Krautz am 16. Mai 2013 um 16.00 Uhr.
Ort: Zentrum für Lehrerbildung, ZfL, Seminarraum UG, Immermannstraße 49, 50931 Köln