Bildungspolitik als Scheer-Holding Value*

Was passiert, wenn Bildungspolitik maßgeblich von Wirtschaftsvertretern und IT-Lobbyisten konzipiert wird, zeigt exemplarisch der Digitalpakt#D des BMBF. Der Bildungsföderalismus der Länder wird unterlaufen, das Grundgesetz bei Bedarf umgangen und Grundrechte der Lehrerinnen und Lehrer ausgehebelt. Dafür sitzen Vertreter der IT-Wirtschaft in den Beratungsgremien und können ihre Vorstellung von „digitaler Bildung und Unterricht“ durchsetzen.

Alle Jahre wieder: PISA-Studie als Zahlenzauber

Alle drei Jahre werden neue PISA-Zahlen publiziert, deren wissenschaftliche Relevanz behauptet, aber mehrfach widerlegt ist. Gleiches gilt für die pädagogische Relevanz oder Rankings, die eher dem statistischen Zufall als gemessener Leistungen geschuldet sind. Die Zahlen von 2015 sind nicht einmal methodisch valide vergleichbar, weil erstmals ausschließlich am Computer getestet wurde. Aber „the show must go on“, damit die Testindustrie weiter floriert. Ein paar Pressestimmen.

Wie könnte eine linke Bildungspolitik aussehen?

Ein Gastbeitrag von Fitzgerald Crain, Mitglied der Bildungsgruppe des „Denknetz“

Dieser Text ist der Versuch, am Beispiel der Volksschule nachzuvollziehen, wie sich Bildung und Bildungspolitik in der Schweiz seit der Annahme des Bildungsartikels 2006 entwickelt haben, wie sie sich in Zukunft weiter entwickeln könnten und welches die Position einer linken Partei sein könnte.

Trojaner aus Berlin: Der„Digitalpakt#D“

Im Oktober 2016 hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka einen Digitalpakt angekündigt. 40.000 Schulen in Deutschland sollen in den nächsten fünf Jahren mit Computern und WLAN ausgestattet werden. Was statt Investitionen in IT-Infrastruktur und Hardware zu fordern ist, steht in dieser Erklärung.