Panorama Nord: „Werbung an Schulen“
Wer die Sendung „Werbung an Schulen“ des NDR Fernsehens vom 28.06.2011 noch nicht gesehen hat, sollte sie sich unbedingt in den nächsten Tagen anschauen. Wer weiß wie lange sie noch im Netz bleibt.
Wer die Sendung „Werbung an Schulen“ des NDR Fernsehens vom 28.06.2011 noch nicht gesehen hat, sollte sie sich unbedingt in den nächsten Tagen anschauen. Wer weiß wie lange sie noch im Netz bleibt.
„Studenten in Deutschland sind immer häufiger psychisch krank. Innerhalb von vier Jahren sei der Anteil der verschriebenen Medikamente zur Behandlung des Nervensystems bei Studenten um besorgniserregende 54 Prozent gestiegen, sagte der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Norbert Klusen, bei der Präsentation des TK-Gesundheitsreports gestern in Berlin. Psychopharmaka machten bei den Hochschülern damit mehr als ein Fünftel aller verordneten Arzneimittel aus.“
„Wegen des Zulassungschaos an den Hochschulen sind trotz Bewerberansturms auch im vergangenen Wintersemester wieder tausende Studienplätze in NC-Fächern unbesetzt geblieben. Kurz nach Vorlesungsbeginn seien etwa 13300 Plätze in Bachelor- und 6000 in Masterstudiengängen betroffen gewesen. Darauf weist der Berliner SPD- Bundestagsabgeordnete Swen Schulz unter Berufung auf bisher nicht veröffentlichte Zahlen der Kultusministerkonferenz hin. „Angesichts des Andrangs von Studieninteressierten und der Klagen über Fachkräftemangel ist das schlichtweg Wahnsinn“, kritisierte Schulz. Nach dem Ende aller Nachrückverfahren, die sich erfahrungsgemäß noch tief in das Semester reinziehen können, blieben immer noch rund 10 500 Bachelor- und 6500 Masterplätze in zulassungsbeschränkten Fächern frei.“
betitelt die FAZ einen Gastbeitrag des Verlegers Rupert Murdoch über Schulen, und Murdoch lässt keinen Zweifel daran, dass dieses „Reservat“ umgehend zu schleifen sei. Die Welt wandele sich, nur das Bildungssystem halte nicht Schritt. Es vergeude die wertvollste Ressource – die Jugend.
„Die Situation des Musikunterrichts an den Schulen ist im Grunde desaströs. So deutlich hat es der Deutsche Musikrat formuliert. Generalsekretär Christian Höppner sagte dem Evangelischen Pressedienst, an den Grundschulen fehle das Fach Musik zu 80 Prozent entweder ganz oder werde fachfremd erteilt. Im Fächerkanon der Schulen gebe es eine gewisse Geringschätzung der Musik: Naturwissenschaftliche Fächer hätten Vorrang, die kulturelle Bildung aber werde vernachlässigt.“
„Immer mehr Kindern und Jugendlichen ist jedoch die Teilhabe an den bildungskulturellen Angeboten verwehrt, weil die Musikalische Bildung in Kindertagesstätten, Schulen und Musikschulen in verantwortungsloser Weise vernachlässigt wird. Die eigenen Kreativpotenziale zu entdecken, gehört genauso zur Menschenbildung wie Rechnen, Schreiben und Lesen, die durch Musikunterricht positiv beeinflusst werden. Weit über Berlin hinaus gilt: (Musikalische) Bildung braucht Qualität und Kontinuität und nicht immer wieder neue Events ohne Nachhaltigkeit.“
„Zum zweiten Mal gewinnt eine niedersächsische Gesamtschule den renommierten Deutschen Schulpreis. Der 100.000-Euro-Sieg stellt die Bildungspolitik der Landesregierung bloß – und Bundespräsident Christian Wulff, der die integrativen Schulen lange bekämpft hat.“
„…Die Hochschul-Informations-System GmbH zählte im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zuletzt 146.000 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland. 83 Prozent von ihnen waren nur mit einem befristeten Arbeitsvertrag ausgestattet, viele Verträge hatten eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.
Noch prekärer sieht die Situation für Lehrbeauftragte aus, deren Zahl nach einer rund vierzigprozentigen Steigerung in den vergangenen zehn Jahren auf knapp 80.000 angestiegen ist.“
„Das Wirtschaftsministerium will die Ausbildungsdauer vieler Lehrberufe kürzen – um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“
„Berliner Unis ließen sich ein Institut von der Deutschen Bank bezahlen. In einem Geheimvertrag wurde den Bankern viel Mitsprache eingeräumt: bei Lehre, Forschung und Personal. Kritiker sprechen von gekaufter Wissenschaft.“