Erzieher auf Abruf – Zeitarbeit im Kindergarten

Der Weg zu mehr Chancengerechtigkeit führt nur über eine gute frühkindliche Bildung. „Kein Kind zurücklassen!“ lautet die Formel der bildungspolitischen Kehrtwende, die mit großen Erwartungen an die Frühpädagogik verknüpft ist: U3-Betreuung, Bildungsdokumentationen, Sprachdiagnostik und nicht zuletzt die Inklusionsvereinbarung stellen das pädagogische Personal in Tageseinrichtungen vor große Herausforderungen, jedoch stehen Personalmangel und chronische Unterfinanzierung hierzu in deutlichem Widerspruch. Zur Behebung der Notlage bieten zunehmend Personalservice-Agenturen ihre Dienste im pädagogischen Bereich an und stellen Zeitarbeiter zur Verfügung, die kurzfristig und „bedarfsgerecht“ eingesetzt werden können. Was angesichts knapper Finanzen und personeller Engpässe als sinnvolles Instrument erscheint, könnte sich jedoch pädagogisch – und auf lange Sicht auch ökonomisch – als schädlich erweisen.

Müssen Lehrer lernen, sich beim Schüler zu bedanken?

Dem Autor wird werbend nachgesagt, er sei eine „Lichtgestalt der modernen Pädagogik“ (“Spiegel“) und „Europas gefragtester Pädagoge der Gelassenheit“ (“Die Zeit“). Nun reiht er sich in den Chor der gegenwärtigen Schulkritiker mit dem Alarm vom „Schulinfarkt“ ein – und erhebt Bestselleransprüche.

Lehrerschelte statt Sachkenntnis

Der badenwürttembergische SPD-Fraktionsvorsitzende Schmiedel machte im Mai 2013 für die sinkenden Umfragewerte seiner Partei im Ländle nicht die aktuelle Bildungspolitik von Grün-Rot verantwortlich, sondern Lehrer und Lehrerverbände. Wie das?

Gehorsam verweigert

Was ist eigentlich aus meinen Göttinger Professoren geworden, erkundigte sich der hannoversche König Ernst August I. scheinheilig beim Universalgelehrten Alexander von Humboldt. Dann schob er nach, dass sich ein Landesherr Professoren ähnlich wie Tänzerinnen oder Huren „überall“ kaufen könne. Die selbstgefällige Bemerkung zeigt nach Einschätzung von Prof. Steffen Martus, Berlin, dass der Welfen-König nicht einmal ansatzweise verstanden hat, worum es der Göttinger Sieben 1837 in ihrer Protestation, ihrem Protestschreiben, gegen die Aufhebung der Verfassung im Königreich Hannover gegangen sei.