Zu allem fähig?
Der Beitrag nimmt den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs zu Lehren und Lernen zum Anlass, auf Problemlagen des situativen Unterrichts hinzuweisen. Gastbeitrag von Heribert Schopf
Der Beitrag nimmt den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs zu Lehren und Lernen zum Anlass, auf Problemlagen des situativen Unterrichts hinzuweisen. Gastbeitrag von Heribert Schopf
Eine Analyse jüngerer Konnotationsverschiebungen des Bildungsbegriffs und Plädoyer für eine Rück- und Neubesinnung auf ein transinstrumentelles Bildungsverständnis. Von Bernd Lederer
Wenn man das Problem historisch betrachtet, wird sogleich klar, dass ‚Kompetenzerwerb‘ kein neuartiges Desiderat darstellt, sondern eine alte Selbstverständlichkeit jeder Art von Schule – einzig mit unterschiedlichen Termini bezeichnet: In den 50er-Jahren etwa hießen (überfachliche) Kompetenzen ‚Sekundärtugenden‘ (so z.B. Fleiß, Ordnung, Sauberkeit, Sorgfalt) und wurden durchaus auch benotet, also offenbar (wie auch immer) gemessen.
Gastbeitrag von Jürgen Oelkers
Wer sich als Pädagoge mit der Frage „Wissen“ oder „Kompetenz“ beschäftigt, muss sich auf ein Thema einlassen, das für die Philosophie reserviert zu sein scheint. Damit handelt man sich ein Problem ein, nicht nur der Grenzverletzung, sondern auch der Akzeptanz. Denn wenn Philosophen auf die Pädagogik blicken, sehen sie meistens nur einen Ableitungszusammenhang oder schlechte Philosophie und jedenfalls nicht ein eigenständiges Reflexionsfeld. Aber man kann auch fragen, was denn Philosophen machen, wenn sie sich auf pädagogisches Terrain begeben, also erziehen und unterrichten. Ich habe Glück und kann die Frage auf die Besten im Fach beziehen.
In seiner Streitschrift „Geisterstunde. Praxis der Unbildung“ rechnet der Philosoph Konrad Paul Liessmann mit den Moden des Nichtwissens ab. Ein Gespräch über PISA, Bologna und Adam und Eva von Ferdinand Knauß (WiWo)
Seit 14 Jahren haben sich viele europäische Staaten von der OECD in die sogenannten Pisa-Studien einbinden lassen. Sie produziert alle drei Jahre Ranglisten der getesteten Schüler beziehungsweise der Länder, in denen sie unterrichtet werden. Weltweit hat sich die Zahl der mitmachenden Staaten innerhalb weniger Jahre mehr als verdoppelt, Tendenz rasch steigend.
Konstanz: Tagung beschäftigt sich mit Gymnasium der Zukunft
Konstanz – Die Themen beim Bodenseetreffen des Philologenverbandes der Gymnasiallehrer sind Bildungsgerechtigkeit und die Ökonomisierung des Bildungswesens.
Gastbeitrag von Roger von Wartburg
„For knowledge itself is power“ schrieb Francis Bacon im Jahre 1598. Übersetzt und verkürzt ist das Zitat zum Gemeingut geworden: „Wissen ist Macht. (…) Wissen und Macht des Menschen fallen zusammen, weil Unkenntnis der Ursache über deren Wirkung täuscht.“ Das Wissen dient also dem Menschen dazu, sich der Täuschung zu erwehren. Denn wer nichts weiß, muss alles glauben.
Wenn etwas schwerfällt, bieten die Didaktiker Erleichterungen an. Doch wo alle Schwierigkeiten umgangen werden, herrscht die Praxis der Unbildung. Verlernen wir die Rechtschreibung? Konrad Paul Liessmann in der FAZ vom 24.09.2014
Die deutsche Schul- und Bildungsszenerie benötigt offenbar von Zeit zu Zeit immer wieder mal neue Aufregungen und Impulse. Rainer Dollase zu den Hattie-Studien