Veröffentlicht am 30.10.14

„Wissen“ oder „Kompetenz“: Ein überflüssiger Streit?

Gastbeitrag von Jürgen Oelkers

Wer sich als Pädagoge mit der Frage „Wissen“ oder „Kompetenz“ beschäftigt, muss sich auf ein Thema einlassen, das für die Philosophie reserviert zu sein scheint. Damit handelt man sich ein Problem ein, nicht nur der Grenzverletzung, sondern auch der Akzeptanz. Denn wenn Philosophen auf die Pädagogik blicken, sehen sie meistens nur einen Ableitungszusammenhang oder schlechte Philosophie und jedenfalls nicht ein eigenständiges Reflexionsfeld. Aber man kann auch fragen, was denn Philosophen machen, wenn sie sich auf pädagogisches Terrain begeben, also erziehen und unterrichten. Ich habe Glück und kann die Frage auf die Besten im Fach beziehen.

Das philosophische Denken im 20. Jahrhundert ist vor allem von zwei Denkern beeinflusst worden, nämlich Martin Heidegger und Ludwig Wittgenstein. Das bemerkt Jürgen Habermas (1989, S. 12) in seinem Vorwort zu Victor Farias Streitschrift Heidegger und der Nationalsozialismus, die 1987 im französischen Original erschienen ist. 1 Der Bezug gilt Sein und Zeit (1927) sowie dem Tractatus logico-philosophicus. Als Dritter wird noch erwähnt Georg Lukacs mit Geschichte und Klassenkampf, was sich aber auf die Marxisten beschränken dürfte (ebd.). 2 In angelsächsischen Zuschreibungen von Grösse, Einfluss und Bedeutung in der Philosophie sind Wittgenstein und Heidegger unbestritten an der Spitze (etwa Holt 2012 oder Braver 2012).

Heidegger und Wittgenstein unterscheidet viel, aber sie haben auch einiges gemeinsam…

Der ganze Beitrag als PDF: Oelkers: Wissen oder Kompetenz?

 

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