Neoliberale oder linke Bildungspolitik?

Nach dem Willen der OECD sollen die europäischen Bildungssysteme ihre Eigentümlichkeiten verlieren, um international genormtes Humankapital hervorzubringen. Paradox, dass ausgerechnet von links mit der Parole vom „gemeinsamen Lernen“ die konsequenteste Hingabe an dieses Prinzip kommt.

Ein Gastbeitrag von Hans-Jürgen Bandelt.

Überfällige Standpauke mit Blick nach vorn

Wer den Buchtitel „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ liest, mag das für eine Anleitung halten. Wer den Autor kennt – Josef Kraus, Gymnasiallehrer und bis zur Pensionierung 2017 sowohl Schulleiter wie wortmächtiger und erfreulich streitbarer Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL) – dürfte ahnen: Hier kämpft ein Praktiker für den Erhalt (genauer: die Renaissance) eines Bildungssystems, das diesen Namen verdient.

Die Inklusionsschule – Sparmodell und Sackgasse?

Gastbeitrag von Michael Felten (in: SZ vom 22, April 2017, S. 5).
G8/G9 – die Debatte um die Länge der Gymnasialzeit schlägt derzeit vielerorts hohe Wellen. Dabei ist ein anderes Schulthema mindestens so bedenklich, wenn nicht brisanter: die Inklusion.

Verkümmert das selbständige Denken?

Hans Peter Klein im Interview mit Frank Dirk von UniReport der Goethe Universität Frankfurt
UniReport: Herr Prof. Klein, ab 2017 wird es in den Fächern Mathematik und mit Einschränkung in Deutsch, Englisch und Französisch eine Art von Zentralabitur geben – ist doch eigentlich eine gute Nachricht, endlich werden die Abiturleistungen in den Bundesländern vergleichbar(er).

Abiaufgaben in Biologie können Neuntklässler lösen

Hans Peter Klein im Interview mit Thomas Vitzhum, Die Welt, 17.12.2016
Oft könne man bei den Abituraufgaben „zwischen Realität und Realsatire kaum unterscheiden“: Hans Peter Klein erforscht die Inflation der Bestnoten. Lehrer würden „massiv unter Druck gesetzt“, sagt er.