Bildung von der Stange
Glaubt man Jörg Dräger vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), kann man „Bildung wie Anzüge von der Stange“ kaufen. So jedenfalls beginnt er seinen Beitrag in der ZEIT vom 21. November 2013.
Glaubt man Jörg Dräger vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), kann man „Bildung wie Anzüge von der Stange“ kaufen. So jedenfalls beginnt er seinen Beitrag in der ZEIT vom 21. November 2013.
CHE empfiehlt Standardisierung der Hochschullehre durch Digitalisierung. Die Hauptforderungen: Standardisierung der Lehrveranstaltungen, Ersatz der Lehrenden durch MOOC und (Online-)Mentoren, Produktion der Kurse und Abnahme der Prüfungen durch Private. „Langfristig ist denkbar, dass Hochschulen entstehen, welche überhaupt keine eigenen Lehrangebote mehr vorhalten…“ (S. 42)
Die PIAAC–Studie weist für Deutschland insgesamt durchschnittliche und in Teilen weit unterdurchschnittliche bis deprimierende Ergebnisse aus.
Gastbeitrag von Ernst Guggolz zum CHE-Ranking
(Nachrichten aus der Chemie. Band 61, Heft 10, Seiten 1052–1052)
Lernprozesse zu vermessen, ist völlig aussichtslos. Doch es spricht auch wenig dafür, dass sich Lernergebnisse genau beziffern lassen.
Wer erklärt uns die Welt, wenn Kirche, Politik, Wissenschaft und Kunst in der Krise sind? Richtig: Das Fernsehen! Sendung des SWR2 Wissen: Aula vom Sonntag, 6.10. | 8.30 Uhr | SWR2 mit Matthias Burchardt
Wer die veröffentlichte Meinung halbwegs aufmerksam verfolgt, dürfte kaum noch einen Zweifel daran haben, dass wir in einer „Wissensgesellschaft“ leben.
Diskussion Kompetenzgehirnwäsche: Machtausübung durch Individualisierung, Gastbeitrag von Andreas Hellgermann (ak – analyse und kritik – vom 18.1.2013)
Österreichs Bildungsministerium lässt sich die Unwirksamkeit von Bildungsstandards und Tests durch ein Gutachten attestieren. Das landeseigene Institut für Bildungsforschung bezweifelt, ob Unterricht nach Standards zu besseren Leistungen führt. FAZ vom 30.8.2013
Die „Furcht vor der Freiheit“, in der Erich Fromm den psychologischen Ursprung der Bereitschaft sah, sich gesellschaftlichem Druck zu unterwerfen, ist, so scheint es, in dem Bertelsmann-Mobilisierungsprogramm, auf das System übergegangen, da es mit enormem propagandistischem und ökonomischem Aufwand die Individuen daran zu hindern versucht, einen anderen Gebrauch von ihrer Freiheit zu machen, als den, den die flexible Selbstverwertung von ihm verlangt.