Veröffentlicht am 23.04.13

Peter Frattons „Haus des Lernens“— ein neues Eschaton der Schulreform?

Bildungspolitische Initiativen zur Schulreform erinnern bisweilen an eine Szene aus dem Monty Python-Klassiker Life of Brian: Der nach einer eher dadaistischen Predigt wider Willen als neuer Messias entdeckte Protagonist flieht vor seinen Verehrern und verliert dabei eine Sandale, die die Proselyten als ein Zeichen interpretieren, seinem Beispiel zu folgen und fortan als „Sandaliten“ eine Sandale am Fuß und die andere in der Hand zu tragen, was zwar sinnlos ist, aber vielleicht zum Heil beitragen mag.

Vor rund fünfzehn Jahren war es Klippert, dessen Sandale der Marke „Methodentraining“ zunächst von der Bildungsadministration, dann aber auch von immer mehr Schulen als neue Heilsbotschaft für die definitive Lösung von Unterrichtsproblemen aufgegriffen wurde und dies bekanntlich mit nachhaltigem Erfolg: Auch wenn man sich namentlich heute kaum noch auf ihn beruft, hat sich die Methodenorientierung mitsamt ihren unerwünschten Nebenfolgen durchgesetzt. Im Unterschied zu Brian war Klippert allerdings kein Messias wider Willen, sondern hat für diese Reputation erheblichen Marketing-Aufwand betrieben.

Der ganze Beitrag als PDF: K.H. Dammer_Frattons „Haus des Lernens“
Erschienen in: Pädagogische Korrespondez, Heft 46 / Herbst 2012, S. 95-109.

Zu den Autoren: