Veröffentlicht am 15.04.18 |

Fachtagung: Bildschirmmedien und Kinder

Wissenschaftliche Fachtagung an der Hochschule Offenburg in Kooperation mit der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V., der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. und dem Bündnis für humane Bildung

20. Oktober 2018, 09.00 – 17.00 Uhr, Hochschule Offenburg

futur iii – Bildschirmmedien und Kinder

Über Nutzen und mögliche Folgen von Computern an Schulen wird seit deren Einführung 1984 kontrovers diskutiert. Technikbefürworter halten sich für Pioniere, Skeptiker verweisen auf den fehlenden pädagogischen Nutzen. Nach Laptops und Tablets wird heute u.a. über private Smartphones im Unterricht diskuiert. Das Akronym dafür ist BYOD, übersetzt: „Bring Your Own Device“ oder „Begin Your Online Desaster“, je nach Perspektive. Neben grundsätzlichen pädagogischen Fragen über den Nutzen von Bildschirmmedien im Unterricht sind bei Netzanwendungen zusätzlich datenschutzrechtliche, technische und juristische Aspekte zu diskutieren, vor allem, wenn eigene Geräte dafür gebnutzt werden sollen.

Frankreich verbietet zum neuen Schuljahr im September 2018 private Geräte an den Schulen, auch in den Pausen. Das Ziel: Schüler/innen sollen wieder direkt miteinander kommunizieren und sich mehr bewegen. Das sei eine Frage der nationalen Gesundheit, so Minister Blanquer. Im Gegensatz dazu setzt Deutschland auf mehr Digitales im Unterricht und das BMBF fördert z.B. eine Schulcloud. Lehrkräfte und Schüler/innen können sich dort wie bei Facebook anmelden, Gruppen bilden, Dokumente austauschen und online darüber diskutieren. Dazu muss man nicht vor Ort sein. Ist das das Ziel von „Bildung 4.0“, die neue Freiheit des Lernens? Ist das noch Schule? Welche Folgen hat das zunehmend sozial isolierte Arbeiten am Bildschirm für die Einzelnen und für die Gemeinschaft? Was davon ist für die Unterrichtspraxis relevant? Kurzum: Es besteht – interdisziplinärer – Diskussionsbedarf.

Programm (Stand Februar 2018)

09.00 Empfang und Registrierung
09:30 Eröffnung der Tagung: Prof. Dr. Thomas Breyer-Mayländer, Prorektor, HS Offenburg
Grußwort: Prof. Dr. Hartmut Graßl, MPI für Meteorologie in Hamburg, Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V.

Session I 09.45 – 11.45: Die Sicht der Pädiatrie und Kognitionswissenschaft

  • Uwe Büsching:Hat die Digitalisierung der Lebenswelten unserer Kinder und Jugendlichen so viele Vorteile?
  • Gertraud Teuchert-Noodt: Die Rechnung kann nicht ohne den Wirt gemacht werden – Das Gehirn des Kindes

11.45 – 12.30 Mittagspause

12:30 – 14.30: Session II: Politische Vorgaben, Prävention und Lösungsansätze

  • Michael Zieher: Bildung in der digitalen Welt – eine Standortbestimmung
  • Sonja Hoffmann: Polizeiliche Medienprävention
  • Thomas Breyer-Mayländer: Die digitale Transformation der Gesellschaft als Herausforderung für die Bildung – der Versuch einer regionalen Koordination und Evaluation am Beispiel der Bildungsregion Ortenau (BRO)

14.30 – 15.00 Kaffeepause

15:00 – 17.00: Session III: Aspekte aus Technik und Ökonomisierung von Bildung

  • Peter Hensinger: WLAN an Schulen und Alternativen
  • Ingo Leipner: Die dunkel Seite des Marketings – crossmediale Werbung gegen Kinder
  • Ralf Lankau: Vom Unterrichten zum Bildungscontrolling oder: Über die Blindheit
    gegenüber den Zielen der „Digitalisierung von Schulen“

Ab 17.00 Wein und Brezel

Anmeldung und Unkostenbeitrag für die Verpflegung

Für die Teilnahme an der Tagung wird ein Beitrag von 25 Euro (Studierende 15 Euro) für Getränke und Mittagsbuffet erhoben. Bitte melden Sie sich per eMail an (Anmeldung Fachtagung futur iii 2018 ) und überweisen Sie den Betrag auf das folgende Konto:

Landesoberkasse Baden-Württemberg
IBAN: DE02 6005 0101 7495 5301 02 / BIC: SOLADEST600
Verwendungszweck: 1781440006423 + Tagungsbeitrag + Teilnehmername

Wir bitten um Anmeldung bis 10.Oktober 2018.

Programm und Plakat als PDF

Das Programm als PDF: futur iii 2018: Bildschirmmedien und Kinder
Das Plakat um Ausdrucken: Plakat futur iii 2018

Spenden

Sie können das Projekt „futur iii“ auch mit einer Spende an die HS Offenburg unterstützen. Die Kontonnummer ist identisch. Geben Sie als Verwendungszweck für Spenden bitte an: „1781440006415 Spende“. Beträge bis 200 Euro können Sie mit dem Kontoauszug steuerlich geltend machen, bei Beträgen über 200 Euro bekommen Sie eine Spendenbescheiningung der Hochschule. Geben Sie dazu bitte Ihren Vor- und Nachname sowie Ihre Adresse an.

Zu den Autoren:

Lankau, Ralf

Prof. Dr. phil. - Hochschule Offenburg, FB Medien (Gestaltung und -theorie)