„Digitales“ Befreiungspathos als Instrument der Unfreiheit
Lehrkräfte sehen sich gegenwärtig einem energischen Willen zur Digitalisierung der Schulen und des Lernens gegenüber. Die notwendige Auseinandersetzung damit darf nicht unbesehen affirmativ, kann auch nicht lediglich indifferent, sie muss kritisch-prüfend und Rechenschaft einfordernd sein. Gastbeitrag von Dr. Burkard Chwalek, Bingen
Management-Regime der Schule
Am 26. Januar 2015 haben SP-Nationalrätinnen und Nationalräte in Le Temps eine Stellungnahme mit dem Titel «Neue Freihandelsabkommen bedrohen das ‹Erfolgsmodell Schweiz› – Stopp TISA» veröffentlicht. Die AutorInnen erinnern daran, dass das «Erfolgsmodell Schweiz» wesentlich auf den Pfeilern des bestehenden Service public, auf der direkten Demokratie und einer auf Ausgleich ausgerichteten Wirtschaftspolitik beruht.
Inklusion überdenken
Der Pädagoge und Publizist Michael Felten hat eine neue Webseite lanciert, die ein Forum für einen offenen Dialog über Chancen und Grenzen der Inklusion bilden möchte.
Mit Smartphone und WLAN lernt man besser. Ihre Telekom
Obwohl alle wissenschaftlich relevanten Studien belegen, dass der Einsatz digitaler Medien im Unterricht NICHT zu besserem Unterricht führt, fordert eine Telekom-Stiftungs-Studie mehr Digitaltechnik an Schulen und im Unterricht.
Die Gleichschaltung des Schulsystems
Der neue Bildungsplan ebnet die Unterschiede zwischen den Schulen ein. Das Leitbild ist die Gemeinschaftsschule, deshalb gibt es nur noch Niveaustufen. Von Eberhard Keil, F.A.Z. vom 05.11.2015, Bildungswelten (Politik), Seite 7
Wie ist die Erfolgsgeschichte der empirischen Bildungsforschung zu bewerten?
Die Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Andreas Gruschka und Prof. Dr. Eckhard Klieme im (Streit-)Gespräch mit Ulrike Jaspers über Messen im Klassenraum, Bedeutung von Erziehung, Zynismus im Unterricht und vieles mehr. In: Forschung Frankfurt, Heft 1 / 2015, S. 110 – 117
Digitale Lehrer: Algorithmus und Avatar
Wer wissen will, welche Folgen ökonomie- und technikfixierte Bildungsstrategien haben, findet Antwort in einem neuen Buch. Das posthumanistische Potential der Digitalisierung wird darin am Beispiel (Hoch-)Schule und Unterricht durchdekliniert.
Individualisiertes Lernen. Hilflos gegenüber dem Machtapparat
Gastbeitrag von Rainer von Kügelgen »(Noch immer das hölzern pedantische Volk, Noch immer ein rechter Winkel In jeder Bewegung, und im Gesicht Der eingefrorene Dünkel. Sie stelzen noch immer so steif herum, So kerzengerade geschniegelt,) Als hätten sie verschluckt den Stock, Womit man sie einst geprügelt.« (Klammern und Hervorhebung vom Verf.) Mit diesen
Teaching per Web und App: Freiheit ist gut, Kontrolle ist besser
Prozesse des Lehrens und Lernens zu digitalisieren ist kein Fortschritt, sondern die Wiedereinführung von Drill und Kontrolle, diesmal durch Algorithmen und das Arbeiten an Display und Touchscreen.
Den Kindern den Weg ins Leben zeigen
Interview von Eliane Gautschi und Erika Vögeli mit Dr. med. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeut, in: Zeit-Fragen, Nr. 19/20, vom 21.7.2015
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