„Die Wissenschaftler und die Schule“ von Laurent Lafforgue

Eine Anmoderation von Erich Ch. Wittmann

Inhaltlich bedarf dieser Text keiner Einführung. Man spürt bei der Lektüre nach wenigen Sätzen, dass die hier für die Situation in Frankreich vorgetragene Fundamentalkritik an der heutigen Entwicklung von Schule und Unterricht und an der Rolle, die Wissenschaftler dabei spielen, für alle westlichen Länder relevant ist.

Sekundar- und Gemeinschaftsschule in Berlin – keine Erfolgsmodelle!

Gastbeitrag von Rainer Werner

Bildungspolitiker pflegen eine Vorliebe, die Lehrer und Eltern wenig sympathisch finden. Sie lieben es, immer neue Schulformen in die Welt zu setzen. Dabei unterliegen sie dem Trugschluss, man müsse die Schüler nur neu mischen und das Schild am Schultor austauschen, und schon hätte man eine neue wunderbare Lernkultur.

Von allen guten Geistern verlassen

Gastbeitrag von Erich Ch. Wittmann

In der Bildungspolitik gelten heute bestimmte Positionen zum Beispiel Kompetenzorientierung, Bildungsmonitoring, Schulzeitverkürzung, Schülerorientierung, Inklusion et cetera als ‘gesetzt’. Sie werden daher umgesetzt, ohne dass deren Sinnhaftigkeit im komplexen System Schule mit allen Konsequenzen wirklich gründlich geprüft wurde. Der Autor hält dies für einen gravierenden Fehler und plädiert für eine fundierte Alternative, die nicht nur bessere Ergebnisse verspricht, sondern auch kostengünstiger ist.

Quality management by marking schemes dumping

It has long been all over town: The methods of alleged “quality management” in education do not lead to greater knowledge and skills, rather they conceal the fact that students know less and are capable of less. Ever more beginners, particularly in the natural sciences, lack basic knowledge and skills to successfully take up and complete their studies.

Reformierter Unterricht – Entgrenzung oder Erosion einer pädagogischen Praxis

Manches davon kann heute als Kür in Schulen beobachtet werden, deren Pflicht freilich anhaltend durch die Normalform geprägt bleibt. Nicht weniges davon wird auch der kritische Beobachter als Zugewinn an produktiver Pädagogik verbuchen, womit Entgrenzung erfreulich wird. Anderes aber, so werde ich zu zeigen haben, führt zu einer ungewollten Aushöhlung des Unterrichts in seiner Substanz.

Mythos Neue Lernkultur

Nimmt man Google als Seismograph für die gesellschaftliche Relevanz von Themen, so dürfte die „Neue Lernkultur“ mit 168.000 Einträgen eindeutig dazu zählen. Die disziplinäre Beteiligung an dieser Debatte ist breit gestreut, eindeutig dominant sind aber die betriebliche Weiterbildung und bildungspolitische bzw. schulische Kontexte.