Digitalisierung im Panikmodus

Durch die Coronapandemie findet ein Experiment digitaler Bildung unter Realbedingungen statt, das sich die EdTech-Industrie und viele Digitalisierungsforscherinnen und -forscher in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt hätten. Gastkommentar von Sigrid Hartong in Erziehung und Wissenschaft 07-08/2020die GEW, S. 2

Aufruf zur Besinnung: Humane Bildung statt Metrik und Technik

Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurden im gesamten Bundesgebiet Schulschließungen und Fernbeschulung veranlasst. In der Folge intensivierten sich die Forderungen nach der unverzüglichen digitalen Transformation von Schule und Unterricht. Beschlossen wurden die Aufrüstung der Schulen (Server, WLAN), Fortbildungen und Endgeräte für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie der Auf- und Ausbau von Schulclouds, mehr Onlinedienste und digitale Tools für den Unterricht. Es geht also nur um Technik? Von Matthias Burchardt und Ralf Lankau

Warum die Digitalisierung in Schulen und Klassenzimmern nur mit äußerster Vorsicht zu handhaben ist

Die Unversehrtheit des Körpers und damit noch in viel stärkerem Maße das Recht auf Leben ist ein unabdingbares Grundrecht. Dieses streitig zu machen würde Empörung und großen Widerstand auslösen. Denn jeder weiß, wird ein solches Grundrecht nicht mehr gewährleistet, so ist es um Leib und Leben aller sehr schlecht bestellt. Von Ewald Wetekamp.

„Die Geister, die wir rufen …“ – Bildungspolitik und soziale Spaltung

Nicht erst seit Corona ist das deutsche Bildungssystem einem Dauerfeuer multipler Begehrlichkeiten ausgesetzt, das die Überforderungstendenzen schulischer Arbeit seit Jahren nachhaltig speist.