„Neue Lernkultur im Musterländle“ – Artikel in der FAZ von Matthias Burchardt und Jochen Krautz
Die Lehrer sollen in Baden-Württemberg nicht mehr lehren, sondern als Lernbegleiter wirken.
Die Lehrer sollen in Baden-Württemberg nicht mehr lehren, sondern als Lernbegleiter wirken.
In der Online-Ausgabe der WASHINGTON POST ist ein Artikel erschienen, der ein Handyvideo kommentiert, das den High School Schüler Jeff Bliss zeigt. Der 18-Jährige macht seiner Lehrerin klar, was er von ihren Unterrichtsmethoden hält.
Vortrag von Jochen Krautz am 16. Mai 2013 um 16.00 Uhr.
Ort: Zentrum für Lehrerbildung, ZfL, Seminarraum UG, Immermannstraße 49, 50931 Köln
GBW Geschäftsführer Prof. Dr. Hans-Peter Klein hält am 13.05.2013 um 19.00 Uhr einen Vortrag in Hamburg zum Thema: „Individualisierung und Kompetenzorientierung – Die neue Rolle des Lehrers im Unterricht“
Hinweise zur Unterzeichnung des Marburger Bildungsaufrufs
Am Ende der Tagung Irrwege von Bologna der Gesellschaft für Bildung und Wissen am 13.04.2013 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn fasste Prof. Dr. Jochen Krautz zusammen: Die Bologna-Erklärung von1999 fordert nicht lediglich eine Studienreform, sondern bedeutet eine Veränderung des Selbstverständnisses der Universität. Diese Veränderung des Selbstverständnisses war zugleich der rote Faden, der die Vorträge der Tagung verband.
Erneut kommen nun in wirtschaftsnahen Zeitschriften Stimmen, die den Bildungsabbau durch Nivellierung der Abschlüsse scharf kritisieren: Wenn alle ein Billig-Abitur haben, wem hilft das? Soll das die Bildungsgerechtigkeit sein, die uns Bildungsökonomen versprechen?
Der Tagungsband des Kölner Symposions mit vielen Beiträgen unserer Mitglieder ist im Schöningh-Verlag erschienen.
Wir brauchen eine neue Entwicklungsrichtung für unser Bildungswesen. Seit Jahren greift die Dominanz ökonomischer Interessen auf Bereiche über, in denen das Wohl von Menschen Priorität haben sollte. Im Gesundheits- und Sozialwesen ist dies bereits sehr deutlich geworden. Auch in der Bildung geht es bei den aktuellen Schulreformen vorrangig um betriebswirtschaftliche Effizienz, Konkurrenz und Verwertbarkeit. Den Preis zahlen unsere Kinder und Jugendlichen, ihre Eltern, unsere Lehrkräfte und Schulen. Den Preis zahlen wir alle.
In bundesweiten Vergleichen stand Baden-Württemberg immer gut da, auch in Sachen Bildung. Ob PISA, TIMSS oder IGLU – in allen Studien schneiden baden-württembergische Schüler überdurchschnittlich ab. Die Kultusminister haben diese Ergebnisse jeweils zum Anlass genommen, sich selbst und ihre Politik ein wenig zu loben – wer will es ihnen verdenken – und gleichzeitig Reformen auf den Weg zu bringen, die – in manchen Fällen mehr, in anderen weniger – geeignet waren, die festgestellten Defizite zu beheben. Im Rückblick und mit ein wenig Abstand stellen sich die Dinge oft klarer dar: die Reformen der letzten zehn Jahre haben zu keinen wesentlichen Verbesserungen geführt, sie haben aber auch keinen großen Schaden angerichtet. Und im Lichte der aktuellen Entwicklungen ist das eine Leistung.