Veröffentlicht am 04.09.16

Fachtagung futur iii – 2016: Bsp. Schule und Unterricht

Samstag, 22. 10. 2016 – 09.00 – 17.00 Uhr, HS Offenburg

Digitaltechnik dringt inzwischen in alle Lebensbereiche vor. Nach Arbeitswelt, Kommunikation und Konsum stehen jetzt Bildungs- und Gesundheitssysteme auf der Agenda der Digitalwirtschaft. Das seien die Märkte der Zukunft, heißt es, auch die Zukunft der Schule müsse digital werden. Nach Industrie 4.0 kommt jetzt Bildung 4.0?

Die erste Frage lautet: Nutzt Digitaltechnik im Unterricht überhaupt? Nein, lautet die überraschende Antwort selbst der Befürwortern. Laut OECD-Studie (PISA-Sonderauswertung „Students, Computers and Learning“) sei trotz hoher Investitionen in IT in Schulen kein Nutzen nachweisbar. Die verstärkte Nutzung digitaler Medien führe nicht per se zu besseren Schülerleistungen. Vielmehr komme es immer auf die einzelne Lehrerin, den einzelnen Lehrer und den konkreten Unterricht an. So weit besteht Konsens, das korrespondiert mit pädagogischer Praxis und der Hattie-Studie.

Zu diskutieren ist daher nicht über „digitalen Unterricht“ oder „digitale Bildung“, sondern über den sinnvollen und verantwortlichen Einsatz von analogen und digitalen Medien im Unterricht, differenziert nach Altersstufen und Lehrinhalten, beginnend mit der Frage: Was können digitale Medien überhaupt leisten? Dazu gibt es mehr als eine Antwort – und Diskussionsbedarf.

Programmvorschau

09.00 Empfang und Registrierung

09:30 Eröffnung der Tagung

  • Grußwort und Eröffnung
    Prof. Dr. Thomas Breyer-Mayländer, Prorektor, HS Offenburg

09.45 – 11.45: Session I: Medien(-technik) und Pädagogik

  • Prof. Dr. Jürgen Rekus (KIT, Karlsruhe)
    Das Lehrer-Schüler-Verhältnis als pädagogische Grundrelation
  • Dr. Matthias Burchardt (Univ. Köln)
    MENSCH_LERNEN_MASCHINE
  • Prof. Dr. Paula Bleckmann (Alanus Hochschule, Bonn)
    Medienmündig werden

12:30 –  14.30: Session II: Digitale Medien im Unterricht

  • Dr. Magdalena Steiner (Landesinstitut f. Schulentwicklung, BW)
    Medienbildung als Leitperspektive in den neuen Bildungsplänen 2016
  • Eva Woelki (Schulleiterin), Bernd Schüssele (Diplom-Medienpädagoge)
    Medienbildung in der Grundschule
  • Gerhard Weber, Lehrer und Präventionsbeauftragter, Villingen
    Prävention und Medien in der Schule – wie geht das zusammen?

15:00 – 17.00: Session III: Online-Medien, Studium und Weiterbildung

  • Dr. Markus Deimann (FH Lübeck)
    Offene digitale Bildung: Fortsetzung der Reformpädagogik mit digitalen Mitteln?
  • Prof. Dr. Jörn Loviscach (FH Bielefeld)
    Bildung steht nicht nur im Modulhandbuch: von den Gefahren einer naiven Digitalisierung
  • Prof. Dr. Ralf Lankau (HS Offenburg)
    Schule digital? Dot.Com-Phantasien vs. Pädagogik

Das Programm als PDF

Flyer futur iii 2016

Das Plakat als PDF

Plakat futur iii 2016 (gross)

Anmeldung und Kontakt

Für die Teilnahme an der Tagung wird ein Gebühr von 25 Euro (Studierende 15 Euro) erhoben. Getränke und Mittagsbuffet sind darin enthalten. Bitte melden Sie sich per eMail bei  futur_iii@bildung-wissen.eu an und überweisen den Betrag direkt auf das Konto der GBW e.V., Stichwort „futur iii 2016“:

  • Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V., Bank: Frankfurter Sparkasse
  • IBAN: DE12 5005 0201 0200 4700 19 / BIC: HELADEF1822

Wir bitten um Anmeldung bis 15. Oktober 2016.

Ansprechpartner an der HS Offenburg: Ralf Lankau (r.lankau@bildung-wissen.eu).  Ansprechpartner bei der GBW e.V.: Anna Schmitt  azschmitt@yahoo.de

Zu den Autoren: