Kompetenzorientierung als Sündenfall in der Pädagogik?
Tagungsbericht von der 1. Frankfurter (In-)Kompetenzkonferenz vom 7./8. Juli 2017, Gabriela Trutmann und Yasemin Kanele in Gymnasium Helveticum 5/2017, S. 29-31
Tagungsbericht von der 1. Frankfurter (In-)Kompetenzkonferenz vom 7./8. Juli 2017, Gabriela Trutmann und Yasemin Kanele in Gymnasium Helveticum 5/2017, S. 29-31
Die „Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung/Progress in International Reading Literacy Study (IGLU/PIRLS)“ hatte bereits bei ihrer Vorstellung Ende 2017 aufgrund ihrer wenig positiven Ergebnisse für Deutschland nicht nur für betretene Mienen in der Kultusministerkonferenz, sondern auch im Bundesministerium für Bildung und Forschung gesorgt.
Prof. Hans Peter Klein im Interview mit dem Nachrichtensender phoenix zu den Ergebnissen der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) 2016.
Ein Beitrag von Hans-Peter Klein aus der WirtschaftsWoche (12.10.2017)
Die Kompetenzorientierung im Bildungswesen macht es möglich, dass Pseudo-Fakten ungefiltert in Lehrmaterial aufgenommen werden – im politischen Interesse. Ein Beispiel ist die Grüne Gentechnik.
17.Februar 2018, Frankfurt, 4. Veranstaltung der GEW Hessen zur Ökonomisierungskritik; 9:30 – 17:30 Uhr, DGB-Haus Frankfurt, entgeltfrei.DGB-Haus in Frankfurt (großer Saal), Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, Frankfurt/Main
Ein Beitrag von Michael Felten in der FAZ vom 07. September 2017, Nr. 208, S. 7
Im Wettkampf der Schulsysteme hat das Gymnasium zwar gesiegt, aber sieht man genauer hin, ist es ein Pyrrhus-Sieg.
Nach dem viel beschworenen „PISA-Schock“ hat sich Deutschland in den folgenden fünf Testrunden allerdings deutlich verbessert, wogegen ehemalige Musterschüler wie Finnland und Schweden abgefallen sind. Inwieweit solche Verschiebungen im Klassement auf Veränderungen in den getesteten Schulsystemen zurückzuführen sind, ist jedoch eine offene Frage.
So selbstverständlich das Phänomen Lernen auf den ersten Blick also erscheinen mag, so vieldeutig, komplex und unbestimmt kann es bei genauerem Hinsehen werden und so vielfältig werden auch die möglichen Antworten auf die Frage, was da eigentlich vor sich geht, wenn wir das tun, was wir gewöhnlich als Lernen bezeichnen.
Während „Bildung“ als universelles Problemlösungsversprechen omnipräsent geworden ist, ist der „Gebildete“, den wir ja eigentlich als Ziel all dieser Bildungsanstrengungen vermuten müssten, aus dem Wortschatz nahezu verschwunden. Nicht einmal mehr am Horizont der Bildungsplanung und der Bildungsbiographien, die nun untersucht und beschrieben werden, taucht der Gebildete auf, und wir wüssten auch nicht, an welcher Stelle der offiziellen Bildungskarrieren er in Erscheinung treten sollte.
Über den sinnvollen Einsatz neuer Medien im Unterricht. Eine Kritik digitaler Heilsversprechen (Beltz, Oktober 2017)