Veröffentlicht am 09.07.12

Institutionalisierte Denkfehler (IDF)

Die Bologna-Reform ist gescheitert (Nida-Rümelin; 1). Der Bachelor ist der Abschluss für Studienabbrecher (Liessmann; 2). Die Akkreditierung von Studiengängen erweist sich als – sehr teurer – Akt der sinnfreien Bürokratisierung (Kühl; 3). Die Zitierten weisen darauf hin, dass man sich mit den „Reformen“ der letzten Jahre verrannt hat und empfehlen nachzudenken und umzusteuern. Doch die Kritisierten denken nicht daran, den Umbau von „Hochschulen zu Unternehmen“ als Sackgasse zu erkennen. Stattdessen übertragen sie ein weiteres Instrument der produzierenden Industrie auf Bildungseinrichtungen: das „Institutionelle Qualitätsaudit“ (IQA). Doch wer sich kritisch mit Qualitätsmanagement (QM) befasst, wird IQA für Bildungseinrichtungen mit IDF übersetzen: Institutionalisierte Denkfehler.

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Quellen:
1 Nida–Rümelin, Julian: Aus dem Scheitern lernen, The European (30.11.2009, Zugriff 09 .Juli 2012)
2 Liessmann, Konrad Paul: Theorie der Unbildung. Die Irrtümer der Wissensgesellschaft, Wien: Zsolnay, 2006, hier: Frankfurt a.M.: Büchergilde Gutenberg, 2007, S. 107
3 Stefan Kühl: Sudoku. Hochschulen im Teufelskreis der Bürokratie. Eine Streitschrift, Bielefeld: transscript, 2012
4 Pressemitteilung (PM) und IQA-Text der HRK als PDF (Zugriff 9. Juli 2012):
PM: HRK-Mitgliederversammlung konkretisiert „Institutionelles Qualitätsaudit“
Text: Institutionelles Qualitäsaudit (IQA)

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