Warum GenAI in der Schule mehr schadet als nutzt

Weder Denken noch Verstehen lassen sich automatisieren oder delegieren

Seit November 2022 sind Apps der „generativen Künstlichen Intelligenz“ (genAI) auf dem Markt. Wie nicht anders zu erwarten, fordern Anbieter, Wirtschaftsverbände und die üblichen Stiftungen den KI-Einsatz in Schulen und Bildungseinrichtungen, begleitet von den üblichen Digitalenthusiasten, Influencer und „Bildungsaktivisten“. Dumm nur, dass man wenig lernt, wenn man diese „Bullshit Generatoren“ (Stallmann, 2026) im Unterricht und (Hoch)Schulen einsetzt statt sich selbst etwas zu erarbeiten. Dumm auch, dass man das schon vorher weiß, weil der KI-Hype die dritte Wiederholungen ist und lediglich kommerzielle Interessen der Tech-Monopole bedient. Aber es geht ja auch gar nicht um Bildung, sondern um Märkte und Macht(politik).

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Menschliche Intelligenz, nicht KI, gehört ins Abitur

Warum beim Schreiben von Leitartikeln logisches Denken helfen würde. Im Spiegel vom 29.10.2025 titelt Armin Himmelrath, Künstliche Intelligenz (KI) gehöre nicht nur als Thema, sondern als technisches Hilfsmittel ins Abitur. Analoge Klausuren seien ein Irrweg. Die Argumentation ist so technikdeterministisch wie in der Sache falsch. Replik auf einen Spiegel-Leitartikel. Von Ralf Lankau

Die Mikroprozesse des Lernens sind anspruchsvoll

Wenn das Lernen sein Gewicht verliert. Die Bildungsausgaben in der Schweiz steigen, die Lernleistungen sinken. Das erstaunt; gleichzeitig bleibt die Suche nach Gründen oberflächlich und auf der Makroebene. Das eigentliche Problem liegt im Kleinen, in der Mikroebene des Lernens. Hier entscheidet sich, ob die Schule ihren Kernauftrag erfüllt. Von Carl Bossard

Integrative Schule – dysfunktional und ineffizient?

Die Lernleistungen der Schüler sinken, obwohl immer mehr Geld in die Bildung fliesst. Das ist alarmierend. Die Diskussionen drehen sich meist um organisatorische und strukturelle Fragen. Dabei geht vergessen, worum es im Kern geht: das Lernen. Von Gerhard Steiner und Carl Bossard. In: NZZ, 22.09.2025, S. 8

Bonjour, Untergang Schweiz!

Der Entscheid des Zürcher Kantonsrats wirft Wellen. Nicht nur im Welschland. Auch bei den Involvierten. Die Schweiz steht am Abgrund. Und warum? Weil Zürcher Kinder künftig erst in der Oberstufe lernen, dass bonjour nicht das Maskottchen eines Freizeitparks ist. So jedenfalls klingt es, wenn Erziehungswissenschaftlerin Christine Le Pape Racine den Fremdsprachenentscheid des Zürcher Kantonsrats kommentiert. Ein Zwischenruf

Zum Sprachenstreit in der Schweiz

Hängt die nationale Kohäsion vom Frühfranzösisch ab? Der Kanton Zürich will das Frühfranzösisch auf die Sekundarstufe I verschieben. Dort war es schon bis in die 1990er-Jahre. Die Reaktionen sind harsch – bis hinauf zum Bundesrat. Seltsam nur, dass kaum jemand nach dem Lernvermögen der Kinder fragt. Ein Zwischenruf. Von Carl Bossard

Lehrpersonen brauchen mehr Freiheiten

Unterrichten ist Segeln, nicht Bahnfahren: Gastkommentar zum Schulbeginn nach den Sommerferien. Von Carl Bossard. ehemaliger Direktor der Kantonsschule Luzern und Gründungsrektor der Pädagogischen Hochschule Zug; erschienen als Meinungsbeitrag in: CH MEDIA, 07.08.2025, S. 4

Die Lehrpläne wachsen, die Lernleistung sinkt

Der Schweizer Lehrplan 21 definiert auf 470 Seiten insgesamt 363 Kompetenzen sowie 2304 Kompetenzstufen, die intensiv getestet werden. Und doch sinken die Lernleistungen. Die schweizerische Bildungspolitik muss aufwachen, findet Carl Bossard, in NZZ am Sonntag: Der externe Standpunkt, S. 23 (29.6.2025)