Veröffentlicht am 17.10.19

GBW-Regionalgruppe Berlin

Im Anschluss an die Wuppertaler Tagung »Im Hamsterrad: Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck« trafen sich im September erstmals einige Kolleginnen und Kollegen, um auch in Berlin eine GBW-Regionalgruppe zu gründen. Denn viele Berliner Lehrerinnen und Lehrer fühlen sich mittlerweile als Beschäftigte einer entfremdeten Bildungsindustrie: Klassen mit 32 Schülerinnen und Schülern, 50-Stunden-Wochen und Fließbandarbeit am Schreibtisch bestimmen den Berufsalltag vor allem an Gymnasien. Die planlose Digitalisierung, immer wieder neue Methoden, Tests, Evaluationen und die »Kompetenzorientierung« haben innerhalb von knapp fünfzehn Jahren ein ganzes Berufsfeld verwandelt: Schulen sind Lernfabriken geworden, die in Pädagoginnen und Pädagogen zunehmend Erfahrungen von Ohnmacht erzeugen.

Ziele der Arbeitsgruppe

Wir wollen einen Rahmen schaffen, in dem ein kritischer Gedankenaustausch über die oben geschilderte Arbeitssituation entstehen kann. Zudem möchten wir – vor allem mit Vorträgen und Gesprächsrunden – über Umbauprozesse im Bildungssystem, deren Steuerung und Hintergründe aufklären und zum Nach- und Umdenken anregen.

Themen

  • Digitalpakt: Aktionismus und lobbygesteuerte Digitalisierung
  • Technokratisierung des Unterrichts durch digitale Tools und Kompetenzraster
  • das Menschenbild der »Kompetenzorientierung«
  • Dauerüberlastung und Entfremdungserfahrungen am Arbeitsplatz Schule
  • Prozesse des Change Managements
  • Absenkung des Anspruchsniveaus und »Verbilligung« schulischer Abschlüsse
  • unzureichende Sprachbildung und Sprachförderung

Wir laden Interessierte herzlich zum nächsten Regionalgruppen-Treffen ein. Termin: 30.10.2019, 19 Uhr

Anmeldung unter: niboe@posteo.de

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