Veröffentlicht am 02.03.15 |

Bachelorschwemme und Akademisierungswahn

Interview in der FAZ (Melanie Mühl)

Herr Klein, der Philosoph Julian Nida-Rümelin attestiert Deutschland in einem Interview einen Akademisierungswahn. Produzieren wir zu viele Akademiker?

Laut OECD produzieren wir ja nach wie vor viel zu wenig Akademiker und Abiturienten. Dies würde den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig beschädigen. Die angeführten Gründe sind die geringere Arbeitslosigkeit, ein deutlich höheres Gehalt und daraus für den Staat resultierend höhere Steuereinnahmen. Die Kritiker dieser Entwicklung verweisen auf die südeuropäischen Länder, zunehmend auch auf den asiatischen Raum, insbesondere China, wo genau das Gegenteil der Fall ist: ein zunehmendes Akademikerheer ohne Perspektive. Von „Ameisen ohne Job“ ist die Rede. Zudem wäre die Zerschlagung des einzigartigen, weltweit bewunderten beruflichen Bildungssystems in Deutschland die unmittelbare Folge, und in der Tat häufen sich diese Beschwerden nahezu von allen Seiten.

Das ganze Interview in der FAZ vom 24.1.2015: Die wirklich Reichen dieser Welt sind keine Akademiker

Zu den Autoren:

Klein, Hans Peter

Prof. Dr. - Abteilung für Didaktik der Biowissenschaften. Gothe-Universität Frankfurt