Veröffentlicht am 25.01.15 |

The Myth of Chinese Super Schools

Diane Ravitchs rezensiert Yong Zhaos Buch „Who’s Afraid of the Big Bad Dragon?” und stellt dessen Analysen in den bildungspolitischen Kontext der USA.

Yong Zhao zeige auf, dass China zwar gemessen an Testergebnissen das beste Bildungssystem weltweit habe, dies aber zugleich auch das schlechteste sei. Denn die starke Ausrichtung auf Auswendiglernen, dessen Gelerntes durch Tests abgefragt werde, befördere so autoritätsgläubiges Denken und Handeln und sei ein Hemmnis in der Entwicklung von Kreativität und Originalität.
Ravitch legt dar, wie die USA seit den 1980er Jahren ebenfalls einen Weg – egal unter welcher Regierung – zu immer mehr Testverfahren eingeschlagen haben, die letztendlich vor allem der britisch-dominierten Testindustrie Billionen von Dollar beschert und sich in einem Zirkelschluss von immer mehr Tests bessere Testergebnisse erhofft. Den derzeit letzten Schritt dieser Entwicklung bildet die von der Obama-Regierung unterstützte Common Core Standard-Bewegung.
Die Rezension gibt so aktuelle Einblicke in US-amerikanische und chinesische Entwicklungen der Bildungspolitik, die durch Standardisierung und Testverfahren hervorgebracht werden.

Der ganze Beitrag bei The New York Review of Books:

Diane Ravitch: The Myth of Chinese Super Schools, Rezension in The New York Review of Books vom 20.11.2014

Zu den Autoren:

Jornitz, Sieglinde

Dr. Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung