Veröffentlicht am 01.11.16 | |

Petition „Trojaner aus Berlin: Digitalpakt#D“ unterzeichnen

Trojaner aus Berlin – Der„Digitalpakt#D“

Am 16./17.11.2016 findet in Saarbrücken der Nationale IT-Gipfel statt, ein Schwerpunkt 2016 ist das Thema digitale Bildung. Dabei wird auch der „Digitalpakt#D“ angesprochen: 5 Mrd. Euro für 40.000 Schulen in den nächsten fünf Jahren: für IT und Hardware.  Zentrale Kritikpunkte an diesem Pakt werden mit dieser Erklärung „Trojaner aus Berlin: Der „Digitalpakt#D“ veröffentlicht und sieben Forderungen für pädagogische Einrichtungen gestellt. Sie können die Erklärung  hier auf der Website der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. :

a) als Text einer Webseite lesen: Trojaner aus Berlin: Der Digitalpakt#D

b) als PDF-Dokument herunterladen: Erklärung zum Digitalpakt#D mit Erstunterzeichnern

c) diese Erklärung mit Ihrer Unterschrift hier direkt unterstützen.

Ihr Name wird in der Liste angezeigt, nachdem Sie die Antwort-eMail dieser Petition bestätigt haben (siehe dazu Posteingang Ihres eMail-Programms und klicken Sie dort auf den Link).

Trojaner aus Berlin: Der „Digitalpakt# D"

Trojaner aus Berlin: Die sieben Forderungen

Im Oktober 2016 hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka einen Digitalpakt angekündigt. 40.000 Schulen in Deutschland sollen in den nächsten fünf Jahren mit Computern und WLAN ausgestattet werden. Der Bund stelle dafür bis 2021 fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Was positiv klingt – 5 Milliarden Euro für Schulen – erweist sich als trojanisches Pferd. Was statt Investitionen in IT-Infrastruktur und Hardware zu fordern ist:

Sieben Forderungen

1. Schulen und Hochschulen in Deutschland sind Bildungseinrichtungen in humanistischer und demokratischer Tradition. Sie sind vom Menschen her zu denken, nicht von technischen Systemen und deren Entwicklungszyklen. Nötig sind mehr Lehrkräfte, Mentoren, Tutoren, nicht Hardware.

2. Medien und Medientechnik im Unterricht sind Werkzeuge im pädagogischen bzw. (fach-)didaktischen Kontext. Es sind mögliche Hilfsmittel, um Unterricht und Lernen zu unterstützen. Über den sinnvollen Einsatz von Lehrmedien entscheiden Lehrkräfte aufgrund ihrer Ausbildung und gemäß dem Grundrecht der Lehr- und Methodenfreiheit selbst.

3. Weder Lehrkräfte noch Schülerinnen oder Schüler dürfen verpflichtet werden, Geräte der Medien- bzw. Unterhaltungselektronik wie Tablets, Smartphones u.ä. im Unterricht einzusetzen. Jedes Kind muss ohne Nutzung elektronischer Geräte am Unterricht teilnehmen und Hausaufgaben machen können, ohne benachteiligt zu werden.

4. Daten von und zwischen Schulen und Schülern dürfen weder aufgezeichnet noch für Lernprofile ausgewertet werden. Schülerinnen und Schüler sind juristisch minderjährige Schutzbefohlene, deren Daten nach deutschem Recht geschützt werden müssen. Hier besteht gesetzgeberischer Nachholbedarf noch vor technischen Konzepten.

5. Bildschirmmedien sind aus Sicht von Kinderärzten, Kognitionswissenschaftlern, Vertretern der Medienwirkungsforschung und der Pädagogik in den ersten Schuljahren nicht lernförderlich. Daher müssen KiTas und Grundschulen in der direkten pädagogischen Arbeit IT-frei bleiben.

6. Die entscheidende Medienkompetenz für Bildungschancen wie -gerechtigkeit sind die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen. Investitionen in diese Kulturtechniken und eine intensive Leseförderung sind für Bildungsbiografien nachhaltig und emanzipatorisch.

7. Medientechnik im Unterricht ist immer aus pädagogischer Perspektive zu hinterfragen und zu beurteilen: ob und ggf. wann sie altersangemessen eingesetzt werden kann, nicht muss.

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1,697Christian HöfnerAltmünsterMag.Nov 12, 2017
1,696Matthias HoferMiemingMag., Bundesrealgymnasium Imst, Landesschulrat für TirolNov 12, 2017
1,695Götz FrömmingBerlinDr., Studiendirektor a.D.Nov 11, 2017
1,694Ella StrohNürnberg90431Nov 08, 2017
1,693Attila MedgyesiKarlsruheNov 05, 2017
1,692Matthias HirtFrankfurt am MainElisabethenschule FFMOkt 28, 2017
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1,666Inga GirardbilleKölnDeutzer Gymnasium Schaurtestr.Jun 13, 2017
1,665Johannes MenkeKölnJun 13, 2017
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1,662Ruth KochKarlsruheJun 11, 2017
1,661Ralph JoosMalschJun 09, 2017
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1,659M. RiegelmannBerlinM.A.Jun 01, 2017
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1,655Jörg SchulzMünchenVater einer Schülerin RST DaglfingMai 15, 2017
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1,648Ditte GriepentrogBerlinApr 09, 2017

Zu den Autoren:

Burchardt, Matthias

Dr. - Allgemeine Pädagogik, Institut für Bildungsphilosophie, Universität zu Köln, Geschäftsführung der GBW

Lankau, Ralf

Prof. Dr. phil. - Hochschule Offenburg, FB Medien (Gestaltung und -theorie)