Zu den Autoren:

Ode, Erik

Dr. - Allgemeine Pädagogik, Institut für Bildungsphilosophie, Universität zu Köln, Redaktion der GBW

Artikel der Autoren:

Erzieher auf Abruf – Zeitarbeit im Kindergarten

Der Weg zu mehr Chancengerechtigkeit führt nur über eine gute frühkindliche Bildung. „Kein Kind zurücklassen!“ lautet die Formel der bildungspolitischen Kehrtwende, die mit großen Erwartungen an die Frühpädagogik verknüpft ist: U3-Betreuung, Bildungsdokumentationen, Sprachdiagnostik und nicht zuletzt die Inklusionsvereinbarung stellen das pädagogische Personal in Tageseinrichtungen vor große Herausforderungen, jedoch stehen Personalmangel und chronische Unterfinanzierung hierzu in deutlichem Widerspruch. Zur Behebung der Notlage bieten zunehmend Personalservice-Agenturen ihre Dienste im pädagogischen Bereich an und stellen Zeitarbeiter zur Verfügung, die kurzfristig und „bedarfsgerecht“ eingesetzt werden können. Was angesichts knapper Finanzen und personeller Engpässe als sinnvolles Instrument erscheint, könnte sich jedoch pädagogisch – und auf lange Sicht auch ökonomisch – als schädlich erweisen.

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Frankfurter Jahrestagung „Irrwege der Unterrichtsreform“ 2012 – Beiträge jetzt erschienen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Vorträge der Frankfurter Jahrestagung „Irrwege der Unterrichtsreform“ (Tagungsbericht) im März 2012 sind im Schöningh-Verlag erschienen: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik, Heft 3/2012.

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(reminder) Podiumsdiskussion: Berufliche Bildung im Wandel – Lehren. Lernen. Organisieren.

Berufliche Bildung im Wandel – Lehren. Lernen. Organisieren.
Podiumsdiskussion im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Namensjubiläum Adolf Reichwein am 20. September 2012 um 19.00 Uhr in der Adolf-Reichwein-Schule, Weintrautstr. 33, 35039 Marburg

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Der Wahrheit verpflichtet? Die moderne Universität zwischen Bildungsansprüchen und Adaptionserfordernissen

Zehn Jahre Bologna-Reform bilden tatsächlich einen geeigneten Anlaß für die erneute Klärung grundsätzlicher Fragen: Was war die Universität einmal? Was ist sie gegenwärtig? Was könnte sie in Zukunft sein? Der Beitrag versucht dem in 7 Schritten nachzugehen.

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Einladung: Bildungsreform als Humanexperiment?

Freitag, den 14.09.2012 um 18:30 Uhr in der Mensa
im Schulzentrum Wald-Michelbach

Kindergärten, Schulen und Hochschulen sind in den letzten Jahren zum Schauplatz eines regelrechten Reform Eifers geworden. Durch tiefgreifende Umwälzungen soll das deutsche Bildungssystem international „wettbewerbsfähig“ gemacht werden: G8, Lernstandserhebungen, Qualitätsanalyse, Zentralabitur, Bildungsstandards, Kompetenzorientierung, Output-orientierte Steuermodelle, Reform der Lehrerausbildung. Es ist auffällig, dass all diese Maßnahmen nicht nur die versprochene Wirkung verfehlen, sondern die Probleme nur weiter verschärfen: Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Studierende und Professoren sind bis zur Besinnungslosigkeit mit „Bildung“ beschäftigt.

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Forum Bildung Hamburg: Was ist gute Schule?

Dienstag, 11. September 2012, 20:00 Uhr in der Aula der Brecht-Schule Hamburg, Norderstraße 163-165, 20097 Hamburg

Hamburg steht nach dem Volksentscheid vom 18. Juli 2010 vor der nächsten Schulreform: Die Deputation der Schulbehörde soll in der Sitzung am 19. September 2012 den von Schulsenator Ties Rabe (SPD) vorgelegten Orientierungsrahmen Schulqualität“ beschließen, mit dem Hamburgs Schulen und der Unterricht in diesen flächendeckend auf „Kompetenz-Orientierung“ umgestellt werden sollen. Was bedeutet diese Schulreform im Fall ihrer Umsetzung für Schulleitungen, Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler?

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›Module‹

»Die Module spiel’n verrückt …« — Vielen Universitätsangehörigen klingt dieser Tage wieder der 80er Jahre Song »Computerliebe« (1984) von Paso Doble schmerzlich in den Ohren, der damals im Zuge der ›Neuen Deutschen Welle‹ die Spitze der Hitparaden erklomm. In deutschen Universitäten wird gegenwärtig ständig von Modulen gesprochen. Durch die Umstrukturierung der Studiengänge in solch thematisch gebündelte Lehreinheiten, der jeweils ›passende‹ Lehrveranstaltungen zugeordnet werden, verkommt ihr Inhalt beinahe zur Nebensache, da er von einem trivialen äußeren Zweck überlagert wird. Schließlich ist die Anrechenbarkeit eines Seminars oder einer Vorlesung für den noch fehlenden Modulbereich mittlerweile von weit größerem Interesse als ihr vermeintlicher Bildungswert.

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›Netzwerken‹

Nein, da ist kein »n« zuviel. Es handelt sich nicht um Netzwerke, also die Mehrzahl von Netzwerk, sondern wir reden über eine Tätigkeit, eine Handlung, die man neuerdings als »Netzwerken« bezeichnet. Es geht ferner auch nicht um Technik, sondern um Menschen. Die Glosse ist also nicht versehentlich hier gelandet. Genauer ist von zwischenmenschlichen Beziehungen die Rede, nur unter ganz bestimmten Vorzeichen, die der voranschreitenden ökonomisch-technokratischen Ausgestaltung unserer Gesellschaft geschuldet sind. ›Netzwerken‹ kann man sowohl privat als auch beruflich bzw. professionell, nur scheint der Unterschied allmählich zu verwischen.

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›Elfenbeinturm‹

Schon von Salomo wird er besungen, der legendäre ›Turm von Elfenbein‹. Viele Mythen ranken sich um das Weiße Gold, dessen Wert sich vor allem daraus ergibt, dass es in reiner Form so selten zu finden ist. Strahlend und makellos sollten die Zähne der Dickhäuter sein, von denen nicht wenige für päpstliche Schatzkammern, kunstvolle Schnitzereien oder Billardkugeln sterben müssen. Das biblische Symbol edler Reinheit und Unberührtheit wird im Zuge seiner neuhumanistischen Umdeutung zur ideellen Heimat der Akademiker und Höhergebildeten, die mit Humboldt einen Schutzraum für Bildung proklamieren, der in vollständiger Abwesenheit allen Zwanges und staatlicher Verwertungsinteressen eine unbeeinträchtigte Konzentration auf das Wesentliche, nämlich die reine Wissenschaft ermöglichen soll.

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Die vertagte Demokratie – zur politischen Dimension der öffentlichen Meinung

Die Frage nach der öffentlichen Meinung beschäftigt den französischen Philosophen und Begründer der Dekonstruktion, Jacques Derrida (1930-2004) in seinem Essay Die vertagte Demokratie. Der Text erscheint im Jahr des Mauerfalls 1989 — eine Zeit politischer Umbrüche, die nicht erahnen ließ, welche Herausforderungen noch auf das neue Europa zukommen würden. Die Wahrheit auch gegen mögliche Widerstände öffentlich auszusprechen ist das geistige Erbe der Aufklärung.

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