Veröffentlicht am 01.04.12

„Ausbeutung in der Bildungsrepublik Deutschland – Lehrknechte und Betteldozenten“

„An unseren Unis lehren Dozenten, die für ihre Lehrveranstaltungen in etwa so wenig verdienen wie das Reinigungspersonal des Instituts. Viele Lehrbeauftragte hängen jahrelang fest in befristeten prekären Arbeitsverhältnissen. Doch Stellen gibt es immer weniger. Dafür eine wachsende Masse von Studenten. Und die chronisch klammen Unis bauen inzwischen voll auf die billigen Lehrkräfte.“ Inzwischen sind „über 80 Prozent der Lehrenden befristet oder prekär beschäftigt. Viele tingeln von Uni zu Uni, von Seminar zu Seminar, von Semester zu Semester – ohne Sozial- und Krankenversicherung. Viele verdienen nicht einmal 1.000 Euro brutto im Monat.“

Quelle. Frontal 21, Sendung vom 27.03.2007 Video und Manuskript

Kommentar MP:

Wir haben auf diese Prekarisierung der Universitätsberufe schon früher einmal hingewiesen. In der Sendung des Magazins Frontal21 vom 27. März 2012: „Ausbeutung in der Bildungsrepublik Deutschland – Lehrknechte und Betteldozenten“ (von Peter Podjavorsek) wird diese Sachverhalt nun durch drastische Fallbeispiele verdeutlicht und den hilflosen Phrasen der Bundeskanzlerin: „Deutschland muss zu einer Bildungsrepublik werden!“ und der unerträglichen Schönrederei einer gewissen Annette Schavan: „Wir sind dem Ziel, der Bildungsrepublik Deutschland ein großes Stück näher gekommen“ gegenübergestellt. Der Entlarvungseffekt ist durchschlagend. Die Leute von Frontal21 sind einfach: Spitze !!

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