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	<title>Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V.</title>
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		<title>Cyber-Teacher für Internetsklaven</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 18:19:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ „Hausfrauen, Polizisten – jeder ist als Lehrer geeignet“ ist ein Beitrag des amerikanischen Computerwissenschaftlers David Gelernter in der FAZ vom 8. Februar 2012 betitelt, seinem Plädoyer für eine Cyber-Akademie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Hausfrauen, Polizisten – jeder ist als Lehrer geeignet“ ist ein Beitrag des amerikanischen Computerwissenschaftlers David Gelernter in der FAZ vom 8. Februar 2012 betitelt, seinem Plädoyer für eine Cyber-Akademie. Schulen und Universitäten würden verschwinden und durch netzbasierte Bildungssysteme und Cyberkurse ersetzt.  „Vorlesungen sind ein Relikt aus dem Mittelalter, und die netzbasierte Bildung wird sie hinwegschwemmen.“ Nach den Universitäten als Vorreiter würden auch Sekundar- und schließlich Grundschulen diesen Weg gehen. Zwar entstünden hohe Kosten, aber die Vorzüge des sich gerade etablierenden Internetbildungssystems überwiegen: Eltern und Schüler könnten aus einem weltweiten Angebot von Kursen wählen.</p>
<h4>Der Video-Lehrer</h4>
<p>Auch das Bild des Lehrers ändere sich – metaphorisch und praktisch:  Kinder und Lehrer kommunizieren per Internetvideo. „Das Kind schickt dem Lehrer seine Arbeiten, der Lehrer schickt sie ihm mit seinen Korrekturen zurück, und die Schleife beginnt von vorn. Wenn es erforderlich ist, das Kind und Lehrer miteinander sprechen, stellt man über Internet eine Videoverbindung her.“  Diese „Lernschleifen“ seien zeit- und kostenintensiv, aber „zum Glück haben viele Erwachsene den Grundschulstoff erfolgreich gemeistert und können sich darin auch als Lehrer betätigen.“ Die Kritik der Lehrerverbände und Gewerkschaften sei selbstgerecht, denn schließlich könnten auch Ingenieure, Geschäftsleute im Ruhestand, Hausfrauen und Polizisten sehr gut lesen, schreiben und rechnen. Und  weiter: „Jeder, der etwas zu lehren weiß, kann einen Internetkurs zusammenstellen.“</p>
<h4>Die Cyber-University</h4>
<p>Für die höhere Bildung kämen vor allem interaktive Videovorlesungen zum Einsatz.  Die Studierenden können jederzeit unterbrechen und Fragen stellen, die von Assistenten beantwortet werden. (Man könne auch dem Professor eine Frage stellen, aber das dauere  länger&#8230;; als Professor wird Gelernter es wissen). Die notwendige Software gäbe es bereits. Ergänzend bedürfe es noch einer Handvoll „Apps“, mit denen man die Gestaltung der Kurse standardisieren könne. „Dann kann jeder einen Internetkurs produzieren und ihn weltweit auf dem freien Markt des Cyberspace anbieten.“  Probleme gibt es auch, etwa das ständig wachsende Angebot. Aber dafür schlägt Gelernter einen Führer als „Internetmentor“, der sich nicht nur in der sich schnell ändernden Welt der Internetkurse auskenne, sondern auch eine Vorstellung von Bildung und Erziehung habe. „Mentoren schlagen vor, welche Kurse man wählen soll, und halten ein Auge auf die Arbeit der Schüler und Studenten.“ Zwar könnten diese Mentoren Pfarrer, Pastoren und Rabbis ersetzen, aber „sie werden die Kinder mit der majestätischen Tradition der westlichen Kunst, Wissenschaft und Gelehrsamkeit, des moralischen, spirituellen und religiösen Denkens verbinden“ und würden „in gewissem Maße“ moralische Autorität ersetzen.</p>
<h4>Abschlusszertifikate vom Patriarchen</h4>
<p>Daneben bräuchte man wohl noch „objektive Instanzen“, die bescheinigten, dass Ausbildungen zufriedenstellend und ausreichend seien. Diese Aufgabe würden anfangs noch Universitäten übernehmen, aber auch das würde individualisiert: „Am Ende könnten dann auch namhafte Persönlichkeiten und Institutionen auf der Grundlage schriftlicher und mündlicher Prüfungen eigene Abschlusszertifikate ausstellen.“ In letzter Konsequenz vergeben gar einzelne Personen die Abschlüsse: „Mit der Zeit wird dann ein unter der Anleitung eines prominenten Denkers absolviertes Cyber-Studium an die Stelle eines Harvard- oder Oxford-Abschlusses als Goldmedaille der höheren Bildung treten.“  Heute lasse man zu, dass Kinder zu „Sklaven des Internet“ werden,  „Internetsüchtige, die verloren oder hoffnungslos gelangweilt sind  ohne die Geräte“. Aus dieser Fron befreit das Internetbildungssystem: „Der durchschnittliche Internetsklave wird die netzbasierte Bildung als natürlich und erstrebenswert empfinden.“ So jedenfalls beschreibt David Gelernter seine Uto- oder Dystopie von Schule und Bildung.  Jürgen Kaube kommentiert  in der FAZ denn auch nüchtern: „So denkt ein Technologe.“</p>
<h4>Digitale Hybris</h4>
<p>Was Gelernter hier propagiert, ist die Karikatur von (Hoch)Schule oder Lernprozessen. Selbstredend ist Lernen ein individueller Prozess und kann technisch wie medial unterstützt werden, sei es mit Texten, Bildern, Büchern oder audiovisuellen Exponaten. So steht es bereits bei Comenius (siehe Hübner; Lit. Im Anhang). Lernen ist aber immer und primär ein sozialer Prozess, ein Sozialisationsprozess, der nicht medial und/oder technisch vermittelt werden kann. Daher verweist auch Kaube auf den Soziologen Robert Dreeben, der in seinem Buch „What we learn in school“ ausführt, dass nicht das Sachwissen im Mittelpunkt stehe, sondern Rollenverhalten, Personenbeobachtung etc.  Das weiß selbstverständlich auch Gelernter, wenn er formuliert: „Am besten lernt  man, wenn Lehrer und Schüler einander direkt gegenüber stehen.“ um allerdings den persönlichen Kontakt auf Einzelfälle, bestimmte Fächer wie Medizin oder ganz junge Kinder zu reduzieren &#8211; und stattdessen die Videoschaltung zwischen Schüler und Lehrer per Internet schon in der Grundschule zu prognostizieren. Lernen ist selbstredend auch Interaktion, aber primär nicht zwischen Mensch und Maschine oder Mensch und Medium)(beides keine Interaktionen im strengen Sinn), sondern zwischen Menschen. Gelernter unterschlägt mit dem Hinweis auf die vorhandene Technik  alle sozialen, psychischen und physischen Aspekte des Lernens. Kinder brauchen Lehrer, andere Kinder, Freiräume und z.B. Vertrauen. Je jünger Menschen sind, desto notwendiger. Wer Lernprozesse technisiert, denkt technisch, nicht human und macht sich zum Propagandisten der Enthumanisierung.</p>
<h4>Von Lehr- und Lernsklaven</h4>
<p>Der Beitrag von Gelernter wird hier so ausführlich paraphrasiert, weil er prototypisch veranschaulicht, wohin die Hybris der Technikgläubigkeit (mit Betonung auf Gläubigkeit) führt. Im ersten Schritt (Cyber-Akademie) ist es die übliche „Technik statt Lehrer“ zur angeblichen Objektivierung des Unterrichts. Das intendierte  schon Comenius. Alle Schüler lesen die gleichen Bücher, betrachten die gleichen Bilder. Fragen und Antworten sind normiert. Die Einhaltung der Normen kann jeder halbwegs anständige und zuverlässige Hilfslehrer kontrollieren. Dafür braucht man weder ausgebildete noch (laut Kritikern immer zu gut) bezahlte Lehrer. Was schon bei Comenius anklingt sind die „Lehrsklaven“ in Analogie zu den Lernsklaven, wie sie selbstredend weder bei Comenius noch bei Gelernter heißen.  Aber auch das ist noch nicht zu Ende gedacht: Letztes Jahr hatte Robert Murdoch einen Beitrag in  der FAZ publiziert, der  Lernen am Rechner, Kontrolle und Zusammenstellung der Curricula für jede(n) Einzelne(n) dem Computer überantworten sollte: „self-assesment“ schon in der Grundschule (Beitrag und Kommentar s.u.). Das ist zwar für Eltern, Lehrer, Pädagogen indiskutabel, aber wie schreibt Gelernter:  „Ein Gesetz der menschlichen Gesellschaft lautet: Jede neue Großtechnologie, die eingesetzt werden kann, wird auch eingesetzt.“</p>
<h4>Von Kaisern und Königen: Gemeinschaft statt Autokraten</h4>
<p>Gelernter geht noch einen entscheidenden Schritt weiter. Gab es bislang noch einen, wenn auch nur ungefähren,  Konsens über curriculare Inhalte zu Jahrgangsstufen, Schulfächern oder Studiengängen, werden die Lehrinhalte bei Gelernter vollständig dem Markt bzw. dem Mentor überantwortet, der für seine Schützlinge die „passenden“ Kurse auswählt. Damit landen wir nicht mehr nur beim Patriarchat, sondern im Absolutismus, wenn die Entscheidungen einer „prominenten Person“ über die Inhalte einer Ausbildung oder Studiums und den Wert eines Abschlusses entscheiden.</p>
<p>Es gibt das Sprichwort: „Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf.“ Wir sollten ihn ausweiten und formulieren: „Es braucht eine ganze (Hoch)Schule mit allen Beteiligten, um zu lehren und zu lernen und junge Menschen sich entwickeln zu lassen.“ Dabei können, ab Sekundarstufe II und richtig eingesetzt, auch digitale Medien als Mittel, Medium und Werkzeug hilfreich sein – solange es Mittel und Werkzeuge bleiben wie ein  Tafellanschrieb, eine Kopie, eine Fotografie, ein Film. Bewahren sollten sich aber Lehrende wie Lernende vor der Fiktion, digitale Geräte und Dienste seine mehr als Mittel zum Zweck. Denn über eines solte man sich im Klaren sein: Digitaltechnik ist das zur Zeit potenteste Mittel zur Verzweckung des Menschen. Gelernter selbst spricht ja von Internetsklaven. Nur sind diese nicht durch noch mehr, sondern durch weniger Technikeinsatz aus ihrer Sklavenposition zu befreien. Statt immer weiter in Technik zu investieren, brauchen wir mehr lebendige Tutoren, Mentoren, Pädagogen, Lehrer – in jeder (Hoch)Schule.</p>
<p>Quellen:</p>
<p>David Gelernter: Hausfrauen und Polizisten &#8211; Jeder ist als Lehrer geeignet, in: FAZ vom 8. Februar 2012, Forschung und Lehre, S. N5 (Artikel kostenpflichtig im <a title="FAZ-rchiv" href="http://fazarchiv.faz.net/">FAZ-Archiv</a> erhältlich)</p>
<p>Zu Comenius und heutigen Parallelen siehe: Edwin Hübner, Anthroplogische Menschereziehung. Grundlagen und Gesichtspunkte, Frankfurt: Lang, 2005, besonders Kap. 1.4 und 1.8.7 (Exkurse)</p>
<p>Rupert Murdoch: <a title="Murdoch-Artikel, FAZ" href="http://www.faz.net/artikel/C31373/zukunftspotentiale-bildung-ist-das-letzte-reservat-30434186.html">Bildung ist das letzte Reservat</a>, in: FAZ vom 8. Juni 2011, S. N5<br />
Kommentar  <a title="Kommentar Lankau zu Murdoch" href="http://bildung-wissen.eu/kommentare/bildung-ist-das-letzte-reservat.html">Lankau zu Murdoch: Bildung ist das letzte Reservat</a></p>
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		<title>Vom Buchklub zur heimlichen Regierung</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 11:49:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schulreform]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Buchklub zur heimlichen Regierung:
Das System Bertelsmann und seine Rolle beim Umbau der Gesellschaft
25.02.2012, 10.00-16.30 Uhr, Aachen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #888888;">Das System Bertelsmann und seine Rolle beim Umbau der Gesellschaft</span></strong></p>
<p>Veranstaltung am 25.02.2012, 10.00-16.30 Uhr, Aachen.</p>
<p>Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer:</p>
<p><a href="http://bildung-wissen.eu/veranstaltungen-1/veranstaltungen-fortbildungen-u-a/vom-buchklub-zur-heimlichen-regierung.html/attachment/1_vom-buchclub-zur-heimlichen-regierung" rel="attachment wp-att-2145">Vom Buchclub zur heimlichen Regierung</a> (PDF 1)</p>
<p><a href="http://bildung-wissen.eu/veranstaltungen-1/veranstaltungen-fortbildungen-u-a/vom-buchklub-zur-heimlichen-regierung.html/attachment/2_vom-buchclub-zur-heimlichen-regierung" rel="attachment wp-att-2146">Vom Buchclub zur heimlichen Regierung: Redner und Beiträge</a> (PDF 2)</p>
<p>Eine Veranstaltung des evangelisches Kirchenkreises Aachen in Kooperation mit der Katholischen Kirche Aachen zum Thema der durchgreifenden Ökonomisierung von Kirche, Bildungs- und Gesundheitswesen durch das Wirken der Bertelsmann-Stiftung und die Frage nach möglichen Gegenmaßnahmen.</p>
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		<title>Die Illusion der Statistiker</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 18:03:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungstheorie]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit einem Jahrzehnt vermessen die Pisa-Studien den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern. Die statistische Methode beansprucht Exaktheit, entzieht sich aber dem wissenschaftlichen Diskurs. 
Gastbeitrag von Prof. Dr. Thomas Jahnke, Universität Potsdam ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gastbeitrag von Prof. Dr. Thomas Jahnke, Universität Potsdam</strong></p>
<p>Seit einem Jahrzehnt vermessen die Pisa-Studien den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern. Die statistische Methode beansprucht Exaktheit, entzieht sich aber dem wissenschaftlichen Diskurs. Entstanden ist eine selbst- referenzielle Testindustrie mit Hunderten Millionen Franken Umsatz. Nationale Bildungstraditionen werden zerstört,weil die Statistik alles über den Kamm der Messbarkeit scheren muss.</p>
<p>Den vollständigen Beitrag finden Sie als HTML-Datei auf der Website der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ):</p>
<p><a title="Jahnke: Die Illusion der Statistiker" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/die_i_l_lusion_der_statisti_ker_1.14634337.html">Die Illusion der Statistiker </a>  (NZZ am Sonntag, 29. Januar 2012)</p>
<p>oder als PDF auf der Homepage des Autors:</p>
<p>Thomas Jahnke: <a title="Jahnke: Die Illusion der Statistiker" href="http://www.math.uni-potsdam.de/prof/o_didaktik/aa/Publ/nzzs_So_20120129_J64DS_15.00.pdf">Die Illusion der Statistiker </a>(PDF)<br />
Thomas Jahnke, seit 1994 Professor für Didaktik der Mathematik an der Universität Potsdam, ist Verfasser von Mathematik-Schulbüchern und einer der Herausgeber und Autoren des Buches «Pisa &amp; Co – Kritik eines Programms» (Hildesheim, Franzbecker, 2007).</p>
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		<title>Der Bildungsleviathan nährt sich prächtig</title>
		<link>http://bildung-wissen.eu/fachbeitraege/der-bildungsleviathan-nahrt-sich-prachtig.html</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 10:29:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildungsstandards]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bildungsleviathan nährt sich prächtig
Über den Plan eines Nationalen Bildungsrates
Gastbeitrag von Prof. Dr. Joachim Kahlert, LMU München]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über den Plan eines Nationalen Bildungsrates</strong><br />
<strong>Gastbeitrag von Prof. Dr. Joachim Kahlert, LMU München</strong></p>
<p>Ein neuer Nationaler Bildungsrat soll, falls er installiert wird, die Reformen des deutschen Bildungswesens voranbringen. Wäre ein solches neues Gremium sinnvoll? Oder würde dadurch wieder eine Politik gestärkt, die zwar von Bildung spricht, aber die Bildungspraxis messgläubig über standardisierten Output zu lenken versucht? Eine Kritik.</p>
<p>Beitrag als PDF-Download: <a href="http://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2012/02/kahlert_Bildungsrat_Steuerung02_12.pdf">Kahlert_Bildungsrat_Steuerung02_12</a></p>
<p>Joachim Kahlert: Der Bildungsleviathan nährt sich prächtig, in: &#8220;Forschung &amp; Lehre&#8221;, Heft 2/2012, S. 110-112; die Fassung mit Literaturhinweisen und Anmerkungen kann bei der Redaktion von &#8220;Forschung &amp; Lehre&#8221; angefordert werden.</p>
<p>Prof. Dr. Joachim Kahlert ist Lehrstuhlinhaber für Grundschulpädagogik und -didaktik an der LMU München und Direktor des Münchener Zentrums für Lehrerbildung der LMU.</p>
<p>Siehe auch:<br />
&#8220;<a title="“Neue Ankündigungen der Bildungsministerin Schavan”*" href="http://bildung-wissen.eu/kommentare/neue-ankundigungen-der-bildungsministerin-schavan.html">Neue Ankündigungen der Bildungsministerin Schavan</a>&#8220;</p>
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		</item>
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		<title>„Aus dem Scheitern lernen“</title>
		<link>http://bildung-wissen.eu/kommentare/%e2%80%9eaus-dem-scheitern-lernen.html</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 10:58:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mparmentier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>

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		<description><![CDATA[„An seinen eigenen Zielen gemessen, muss der Bologna-Prozess als gescheitert gelten. Schlimmer noch: Es drohen uns akademische Monokultur, verschulte Studiengänge, soziale Rücksichtslosigkeit und geistige Verödung. Bologna muss daher tief greifend reformiert werden. Oder europaweit beerdigt.“ ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich nenne zunächst drei Thesen, warum der Bologna-Prozess nach seinen eigenen Zielen als gescheitert gelten muss. Dann messe ich den Bologna-Prozess an Zielen, die er zwar nicht selbst verfolgt, aber meines Erachtens verfolgen sollte. Auch dieses Ergebnis ist negativ. Es gibt daher nur zwei Möglichkeiten: entweder den Bologna-Prozess als ganzen zu beerdigen oder ihn tief greifend und rasch zu reformieren.“ (Quelle: <a href="http://www.theeuropean.de/julian-nida-ruemelin/1672-scheitern-des-bologna-prozesses#">Nida-Rümelin, The European 30.11.2009</a>)</p>
<p><strong>Kommentar MP</strong></p>
<p><strong></strong>Dieser Text unseres Beiratsmitgliedes Nida-Rümelin ist schon mehr als zwei Jahre alt, aber er hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt. In seltener Klarheit nennt er die Dimensionen, in denen der Bologna-Prozeß gescheitert ist. Nur eines hat sich in den zwei Jahren geändert: In der Alternative Beerdigung oder tiefgreifende Reform haben die Argumente zugunsten der Beerdigung des Bologna-Prozesses eindeutig an Gewicht gewonnen.</p>
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		</item>
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		<title>„Die Lobby der Hochschulräte kämpft um ihre Macht“</title>
		<link>http://bildung-wissen.eu/kommentare/%e2%80%9edie-lobby-der-hochschulrate-kampft-um-ihre-macht.html</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 13:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mparmentier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulräte]]></category>

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		<description><![CDATA[„Das bertelsmannsche Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) – ein maßgeblicher Propagandist der „unternehmerischen Hochschule“ und hauptverantwortlich für die Zerstörung der sich selbstverwaltenden Hochschule – spürt, dass die Hochschulräte in die Kritik geraten sind....Was liegt also näher, als dass das CHE eine Gegenoffensive startet und einige Vorsitzende von Hochschulräten ein „Positionspapier“ schreiben lässt, mit dem die parlamentarische Debatte bestimmt werden soll. Bertelsmann lässt also – bildlich gesprochen – die Frösche fragen, ob der Sumpf trocken gelegt werden soll.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Das bertelsmannsche Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) – ein maßgeblicher Propagandist der „unternehmerischen Hochschule“ und hauptverantwortlich für die Zerstörung der sich selbstverwaltenden Hochschule – spürt, dass die Hochschulräte in die Kritik geraten sind. In Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen gibt es auf politischer Ebene Überlegungen, die Hochschul-„Freiheits“-Gesetze zu novellieren und die Aufsichtsräte über die „Hochschul-Unternehmen“, wenn nicht abzuschaffen, so doch zumindest ihre Rolle als „Fachaufsicht“ in Frage zu stellen. Auch juristisch gibt es inzwischen Gutachten, die zum Ergebnis gelangen, dass zumindest das NRW-Modell der Hochschulräte weder den Anforderungen der grundgesetzlich garantierten Wissenschaftsfreiheit noch der in der Landesverfassung verankerten Selbstverwaltungsgarantie für die Hochschulen genügt. Was liegt also näher, als dass das CHE eine Gegenoffensive startet und einige Vorsitzende von Hochschulräten ein &#8220;<a href="http://www.stifterverband.info/wissenschaft_und_hochschule/hochschulen_im_wettbewerb/forum_hochschulraete/positionspapier_2012/index.html">Positionspapier</a>&#8220;  schreiben lässt, mit dem die parlamentarische Debatte bestimmt werden soll. Bertelsmann lässt also – bildlich gesprochen – die Frösche fragen, ob der Sumpf trocken gelegt werden soll. (Quelle: Wolfgang Lieb, <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=12093">nachdenkseiten 2. Februar</a> 2012</p>
<p><strong>Kommentar MP</strong></p>
<p><strong></strong>Kompetent und überzeugend nimmt der ehemalige Staatsekretär im Bildungsministerium von NRW und intime Kenner der Hochschullandschaft Wolfgang Lieb mit wenigen Anmerkungen die schönrednerische Platitüdensammlung einiger Protagonisten der „unternehmerischen Hochschule“ auseinander und nennt ohne Umschweife die Namen der Apologeten, die sich auch nach dem offensichtlichen Scheitern des Bolognaprozesses gegen jede Korrektur sperren und im wohlverstandenen und zugleich verleugneten Eigeninteresse an der „funktionellen Privatisierung“ und Entdemokratisierung der Hochschulen festhalten wollen. Sehr lesenswert. Ob allerdings eine Korrektur etwa in der rechtlichen Stellung der Hochschulräte ausreichen wird, die Freiheit der Forschung wieder herzustellen, scheint mir sehr fraglich. Alles spricht vielmehr dafür, die Einrichtung der Hochschulräte ersatzlos abzuschaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>März 2012: Irrwege der Unterrichtsreform</title>
		<link>http://bildung-wissen.eu/veranstaltungen-1/gbw-tagungen-2012/marz-2012-irrwege-der-unterrichtsreform.html</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 08:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
				<category><![CDATA[GBW - Tagungen 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Tagung 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtsreform]]></category>

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		<description><![CDATA[Tagung am 24. März 2012 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Ort: Uni Hörsaalgebäude Bockenheim, Hörsaal  V, Graefstrasse 50, 60311 Frankfurt am Main]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tagung in Frankfurt am Main am 24.3.2012</strong></p>
<p>Im Juni 2010 hat sich die Gesellschaft für Bildung und Wissen auf ihrer Gründungstagung in Köln im Anschluss an einer Expertise zu den Bildungsstandards insbesondere mit der dem Schulsystem verordneten Kompetenzorientierung kritisch auseinandergesetzt.<br />
Auf der Nachfolgetagung in Frankfurt im März 2012 soll es darum gehen, was im Kontext dieser Reformen derzeit alles zum Nachteil von Bildung und Wissen den Schulen ohne Rücksicht auf die vielfältige Kritik von nahezu allen an der Bildung Beteiligten von oben herab verordnet wird.<br />
Das Ziel der Tagung ist, eine breite Öffentlichkeit über diese Irrwege zu informieren umso die angeblichen „Modernisierer“ und „Optimierer“ des Bildungssystems und die politisch Verantwortlichen zur Reflexion und Änderung ihrer Konzepte zu zwingen. Dabei haben wir in der Vergangenheit Resonanz auch deswegen erzielt, da die Tagungen mit ihrem überwältigenden Zuspruch unter den Pädagogen deutlich machten: Wir benötigen diese Artikulation eines begründeten Widerspruchs!<br />
Die Tagung ist für alle an dieser Thematik Interessierte offen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!</p>
<p>Flyer zum Download:<a href="http://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2012/01/flyer-dr-klein-01-12_k6.pdf">Irrwege der Unterrichtsreform (PDF)</a></p>
<p><strong>Anmeldung</strong><br />
Zur Teilnahme melden Sie sich bitte per eMail an und teilen uns mit, ob Sie GBW-Mitglied sind:<br />
<a href="mailto:azschmitt@yahoo.de?cc=kleinh@tcnj.edu&amp;subject=Anmeldung zur Tagung - Irrwege der Unterrichtsreform - 24.3.2012&amp;body=GBW-Mitglied? (Ja/Nein):&amp;body=Teilnahmebescheinigung erforderlich (Ja/Nein):"> &gt;Anmeldung GBW-Tagung 24.3.2012</a></p>
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		<title>Bildung als Freiheitsrecht</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 07:50:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eode</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bildung gehört nicht zu den klassischen Gegenstandsbereichen der Sozialethik. Ein Grund dürfte im personalen Charakter der Bildung zu suchen sein, der sich vordergründigen strukturethischen Überlegungen zunächst einmal verschließt. Die ethische Reflexion über die pädagogische Beziehung ist vorrangig eine individualethische Aufgabe, die ihren Ort in einer eigenen pädagogischen Bereichsethik hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bildung gehört nicht zu den klassischen Gegenstandsbereichen der Sozialethik. Ein Grund dürfte im personalen Charakter der Bildung zu suchen sein, der sich vordergründigen strukturethischen Überlegungen zunächst einmal verschließt. Die ethische Reflexion über die pädagogische Beziehung ist vorrangig eine individualethische Aufgabe, die ihren Ort in einer eigenen pädagogischen Bereichsethik hat. Erst in jüngerer Zeit beginnt sich ein eigenständiger sozialethischer Bildungsdiskurs herauszubilden. Nicht selten wird dabei zur Begründung auf die Sozialstaatsdebatte, auf sozialwissenschaftliche Theorien sozialer Exklusion oder auf den wissensgesellschaftlichen Diskurs Bezug genommen. Bildung wird aus sozialethischer Perspektive als neue „soziale Frage des 21. Jahrhunderts“ (Heimbach-Steins 2005, 51), als „Medium gesellschaftlicher Beteiligung“ (Filipović 2009, 170 ) oder als Menschenrecht (vgl. z. B. Heimbach-Steins/Kruip/Kunze 2007. 2009) begriffen. Die hier genannten Argumentationsfiguren mögen exemplarisch für die gegenwärtig sich neu entwickelnde Sozialethik der Bildung stehen, weitere ließen sich finden.</p>
<p>Hier können Sie den vollständigen Artikel herunterladen: <a href="http://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2012/01/Kunze_Bildung-als-Freiheitsrecht.pdf">Kunze_Bildung als Freiheitsrecht</a></p>
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		<title>Ich weiß etwas, was du nicht weißt.</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 14:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungstheorie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaft und Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Über den Mythos der Wissensgesellschaft
Sendung des SWR2 Aula. Von Konrad Paul Liessmann. (Mediathek, MP3-Audiofile)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über den Mythos der Wissensgesellschaft.</p>
<p>Sendung am Sonntag, 18.12.2011 | 8.30 Uhr | SWR2 Aula<br />
Von Konrad Paul Liessmann.</p>
<p>Auszug:<br />
&#8220;Wir leben in einer Wissensgesellschaft. Kaum ein Satz geht so leicht über die Lippen, wie dieser. Und kaum ein Satz bleibt so unwidersprochen wie dieser. Die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für den technischen und ökonomischen Fortschritt unserer Gesellschaft ist unbestreitbar, die Umwandlung der Arbeitswelt von industrieller Produktion hin zu wissensbasierten Dienstleitungen unübersehbar, die Bedeutung von Bildung als die entscheidende Ressource für rohstoffarme Länder offenkundig. Und dennoch: ruft man sich in Erinnerung, welche Konzepte und Ideen einmal mit Begriffen wie Wissen, Erkenntnis und Bildung verbunden gewesen waren, kann man durchaus an der Diagnose, dass wir in einer Wissensgesellschaft und Bildungsrepublik leben, zu zweifeln beginnen.&#8221;</p>
<p>Der vollständige Beitrag (mp3-Audio-Datei) in der Mediathek des SWR  unter:<br />
<a title="Liessmann Mythos Wissensgesellschaft" href="http://swrmediathek.de/player.htm?show=5ed21640-294e-11e1-a76e-0026b975f2e6" target="_blank">Liessmann_Wissensgesellschaft</a></p>
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		<title>„Wenn Eltern „Billigbildung“ den Kampf ansagen!“</title>
		<link>http://bildung-wissen.eu/kommentare/%e2%80%9ewenn-eltern-%e2%80%9ebilligbildung-den-kampf-ansagen.html</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 13:29:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mparmentier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Privatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Schulreform]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wäre es nicht schön, es gäbe eine Bildungspolitik, die sich an der Förderung von Kindern und Jugendlichen orientiert und nicht ausschließlich am stetig schrumpfenden Finanzbudget? Sich dies vorzustellen, geht unter gegebenen Umständen nur mit viel Phantasie." ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Wäre es nicht schön, es gäbe eine Bildungspolitik, die sich an der Förderung von Kindern und Jugendlichen orientiert und nicht ausschließlich am stetig schrumpfenden Finanzbudget? Sich dies vorzustellen, geht unter gegebenen Umständen nur mit viel Phantasie. Wie sehen die tatsächlichen Begebenheiten aus? Die Regierung spart, Kinder und Eltern zahlen, im wahrsten Sinne des Wortes! Das Bildungssystem fordert ohne zu fördern, den Forderungen gerecht zu werden bleibt einzig und allein den Schülern und Eltern überlassen.“ (Quelle: <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=11605">Christiane Hennrich, nachdenkseiten 15.Dezember 2011</a>)</p>
<p><strong>Kommentar MP</strong></p>
<p><strong></strong>In diesem Artikel beschreibt eine Elternrätin die konkreten Auswirkungen der bildungspolitischen Mangelwirtschaft auf Schule und Unterricht. Der Bericht lässt erneut die Kluft erkennen, die zwischen der bildungspolitischen Propaganda und der Realität in den Schulen besteht. Man sollte dabei allerdings nicht vergessen, daß der alltägliche Wahnsinn, der hier anschaulich geschildert wird, dennoch Methode hat. Die Sparorgien (G 8, große Klassen, Zusammenlegungen, Laienlehrer usw.) werden das öffentliche Bildungswesen tendenziell zugrunde richten und schließlich den Ruf nach Privatisierung plausibel erscheinen lassen. Am Ende werden wir da ankommen, wo die neoliberale Bildungspolitik von Anfang an hin wollte: Bildung in einem qualifizierten Sinne werden sich nur noch die leisten können, die das Geld dafür haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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