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	<title>Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V.</title>
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		<title>Musik ohne Noten und Goethe ohne Deutsch</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 13:53:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Fachbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Studium und Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>

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		<description><![CDATA[Was sich derzeit in Dänemark abspielt, ist ein Menetekel für alle Versuche, ausgerechnet Universitäten durch forschungs- und wissenschaftsfremde Verwaltungen zugrunde zu richten. Gastbeitrag von Heike Schmoll]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Gastbeitrag von Heike Schmoll</h4>
<p>Was sich derzeit in Dänemark abspielt, ist ein Menetekel für alle Versuche, ausgerechnet Universitäten durch forschungs- und wissenschaftsfremde Verwaltungen zugrunde zu richten.</p>
<p>Selten hat die dänische Öffentlichkeit so erbittert über Hochschulen und die Zukunft der Geisteswissenschaften debattiert wie in den vergangenen Monaten. Entzündet hat sich der Schlagabtausch in den großen Tageszeitungen am Beitrag einer deutschen Professorin, die 2009 als Historische Musikwissenschaftlerin durch ein Headhunting-Verfahren an die Universität Aarhus berufen wurde. Linda Maria Koldau hat in der Zeitung &#8220;Politiken&#8221; im vergangenen Juni nicht nur das Niveau der dänischen Hochschulausbildung kritisiert, sondern auch den fachlichen Cocktail der<br />
Musikwissenschaft. In Aarhus werde in einen zweijährigen Studiengang alles hineingepresst: Historische und Systematische Musikwissenschaft, Schulmusik mit Praxis in Klavier, Gesang und einem weiteren Instrument, Musikpädagogik, Popularmusik, neuerdings auch Musikproduktion. Die Studenten seien frustriert, weil sie gar nicht alles schaffen könnten, ihnen würden stattdessen Stressbewältigungskurse angeboten. Jedes einzelne dieser Fächer studiere man in anderen Ländern zwei bis drei Jahre, in Aarhus indessen alle Fächer in derselben Zeit. Dominierend seien Populärkultur und Kulturtheorie, also eine Art Systematischer Musikwissenschaft, und das auf dem niedrigsten Niveau, hatte Frau Koldau kritisiert. &#8230;</p>
<p>Der vollständige Beitrag als PFD:  <a href="http://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2012/05/schmoll_musik_ohne_noten.pdf">Heike Schmoll: Musik ohne Noten</a></p>
<p>(FAZ, 26. April.2012, Nr. 98 , S. 8 )</p>
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		<title>Die Bildungsdebatte vom 10. Mai 2012 im besten Parlamentsfernsehen, das es je gab</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 10:38:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mparmentier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Parlamentsfernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Postdemokratie]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstag, den 10.Mai 2012 behandelte das Parlament in Berlin in seiner 178. Plenarsitzung drei bildungspolitisch strittige Problemfelder: das sogenannte „Kooperationsverbot“ zwischen Bund und Ländern, den Kitaausbau als Alternative zum Betreuungsgeld und die Umsetzung des Bolognaprozesses in Deutschland. Die Debatte wurde von „Phoenix“ live ausgestrahlt und kann von allen, die sie nicht direkt verfolgen konnten, nun aus dem Archiv des Parlamentsfernsehens als video, als mp3 Datei oder in schriftlicher Form als stenographischer Bericht heruntergeladen werden. Die Debatte war sicher keine Sternstunde des Parlamentarismus, aber sie war aufschlußreich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Parlamentsfernsehen wurde 1999 mit dem Umzug des Deutschen Bundestages nach Berlin geschaffen und gibt dem Artikel 42 des Grundgesetzes seine zeitgenössische  Realität. Seit Einführung des Parlamentsfernsehen kann man in einer ganz neuen Weise sagen: &#8220;Der Deutsche Bundestag verhandelt öffentlich.&#8221; Jetzt werden alle Plenardebatten live sowie öffentliche Ausschusssitzungen und Anhörungen unkommentiert und in voller Länge übertragen. Und nicht nur das. In der <a href="http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp">Mediathek</a> können Aufzeichnungen aller Plenar- und Ausschußsitzungen, Interviews und Reportagen seit Oktober 2009 angesehen und heruntergeladen werden. Ältere Aufzeichnungen aus der Zeit vor Oktober 2009 sind im Videoarchiv abrufbar.</p>
<p>Die bildungspolitisch relevanten Downloads aus der <a href="http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?legislativePeriod=17&amp;conference=178&amp;action=search&amp;instance=m187&amp;categorie=Plenarsitzung&amp;mask=search&amp;destination=search&amp;contentArea=details&amp;isLinkCallPlenar=1">Plenarsitzung vom 10.5.2012</a> finden sich hier:</p>
<p>TOP 4 <a href="http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&amp;action=search&amp;contentArea=details&amp;ids=1693014&amp;instance=m187&amp;categorie=Plenarsitzung&amp;destination=search&amp;mask=search">Kooperation bei Bildung und Wissenschaft</a>; (zum sogenannten Kooperationsverbot)</p>
<p>TOP ZP4 <a href="http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&amp;action=search&amp;contentArea=details&amp;ids=1693075&amp;instance=m187&amp;categorie=Plenarsitzung&amp;destination=search&amp;mask=search">Aktuelle Stunde zu Kita-Ausbau statt Betreuungsgeld</a></p>
<p>TOP 9 <a href="http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&amp;action=search&amp;contentArea=details&amp;ids=1693292&amp;instance=m187&amp;categorie=Plenarsitzung&amp;destination=search&amp;mask=search">Umsetzung des Bologna-Prozesses</a></p>
<p><strong>Kommentar MP</strong></p>
<p><strong></strong>Das Parlamentsfernsehen und seine Mediathek sind perfekt gemacht: vollständig, übersichtlich und leicht zugänglich. Alles funktioniert aufs Angenehmste und der an der parlamentarischen Auseinandersetzung und Willensbildung interessierte Bürger ist schon fast bereit von einem Glanzpunkt in der Entwicklung unserer Demokratie zu sprechen. Doch der Glanzpunkt ist nur eine verspätete Inszenierung, ein letztes Aufflackern. Das Parlamentsfernsehen wurde nämlich eingerichtet in einer Zeit, in der das Parlament schon längst dabei war, seine Bedeutung als Organ der Gesetzgebung und Regierungskontrolle zu verlieren. Mit der neoliberalen Politik der rot/grünen Regierung ist die bis dahin eher schleichende Entmachtung des Parlaments sogar noch forciert worden. Belege dafür lassen sich leicht anführen. Da sind  die privatwirtschaftlich finanzierten Lobbyisten aus Industriekonzernen und Finanzwelt – darunter Mitarbeiter der Deutschen Bank –, die Schily 2004 in einem sogenannten „Personalaustauschprogramm“ als „Leihbeamten“ in die Ministerien geholt hat und die dann z.T direkt an der Formulierung von Gesetzen beteiligt waren. Da ist – in umgekehrter Richtung – das Outsourcing der Gesetzgebungstätigkeit an private Anwaltskanzleien und Beraterfirmen. Da ist die Verlagerung von Entscheidungen in vor- und außerpalamentarische Expertenzirkel, die Gesetzentwürfe formulieren und diese dann kurz vor der Abstimmung unter großem Zeitdruck als „alternativlos“ den Fraktionen nur noch zur Kenntnis geben. Da ist der jüngste Versuch einer Einschränkung des Rederechts für Abgeordnete mit abweichender Meinung und da ist schließlich der Fiskalpakt, der nicht nur mit seinem Spardiktat nach deutschem Vorbild den weiteren Sozialabbau in ganz Europa erzwingt, sondern auch das „Königsrecht“ der Parlamente, das Budgetrecht, massiv beschneidet und z.T. auf die nicht gewählte EU-Kommission überträgt. Dass dieser Fiskalpakt über keine Kündigungsklausel verfügt, zeigt den Ernst der Lage und bedeutet, wenn er durchkommt, die auf Dauer gestellte Selbstentmachtung der Parlamente Europas.</p>
<p>Vor diesem Hindergrund wirken die Debatten im Bundestag oft ziemlich artifiziell, unwirklich, um nicht zu sagen gespenstisch. Das gilt auch für die Bildungsdebatte am 10. Mai 2012. Man hat den Eindruck, dass alle Argumente schon tausendfach vorgetragen worden sind und die Gegenargumente auch.</p>
<p>Dass das 2006 eingeführte sogenannte „Kooperationsverbot“ zwischen Bund und Ländern für die Fortentwicklung des Bildungssystems hinderlich war und wieder gelockert werden muss, wird von niemandem mehr bezweifelt. Die Redner der Regierungskoalition wollen diese Lockerung allerdings nur für den Bereich von Wissenschaft und Forschung vornehmen und verteidigen die Schulhoheit der Länder in neoliberaler Manier als Voraussetzung von Wettbewerb und Vielfalt im Bildungswesen. Die Redner der Opposition dagegen plädieren für die „große Lösung“. Sie fordern die Lockerung des Kooperationsverbotes auch im Bereich der Grundbildung und der Schulen und begründen dies u.a. mit dem Hinweis auf die soziale Verantwortung des Bundes für den Ausbau ganztägiger Angebote und für die Verwirklichung der Inklusion. Das sind die starren Positionen und sie werden unermüdlich und immer wieder vorgetragen. Im Grunde hört keiner auf den anderen.</p>
<p>Für die Debatte zum Betreuungsgeld scheint das gleiche zu gelten. Auch hier ist schon alles gesagt. Das Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder nicht in eine Kindertagesstätte schicken, wird geschlossen nur noch von der CSU gefordert. Die CDU ist in dieser Sache gespalten und die FDP lehnt es ab, will es aber aus Koalitionstreue mittragen. Für die Mehrheit liegt die Priorität beim Ausbau der Kitas. Das ist schnell klar und wird trotzdem ständig wiederholt.</p>
<p>In der Debatte zu TOP 9 ist es auch nicht viel anders, nur dass die gewohnte Schönrednerei auf Regierungsseite hier besonders auffällt und kuriose Formen annimmt. So hört man aus dem Munde des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung Dr. Helge Braun, dass sich bei der Bologna Konferenz vor wenigen Wochen in Bukarest „auf deutsche Initiative 47 Staaten im Bologna-Kommuniqué dazu bekannt haben, dass Hochschulbildung neben der Weitergabe von fachlichen Erkenntnissen auch zum selbstbewussten und kritischen Menschen hin ausbilden soll.“ Was soll man davon halten? Ist das ein Witz? Wenn schon die Weitergabe von fachlichem Wissen in den neuen nach Bologna entstandenen Studiengängen <a href="http://bildung-wissen.eu/kommentare/%E2%80%9Enullnummer-statt-turbo-abschluss-der-bachelor.html">nicht gelingt</a>, wie soll dann erst die Ausbildung zum selbstbewussten und kritischen Menschen in diesem Rahmen gelingen? Die Ausführungen von Dr. Braun enthalten dazu keinerlei Angaben. Sie sind entweder reine Propaganda oder Ausdruck fortgeschrittenen Realitätsverlustes, wahrscheinlich sogar beides. Im Grunde ist das aber nicht überraschend. Dr. Brauns Rede ist nur ein herausgehobener Sonderfall. Der Realitätsverlust ist auch in anderen Debattenbeiträgen zu erkennen. Nur in seltenen Augenblicken, meist in den Reden einiger Oppositionspolitiker, dringt die Bildungswirklichkeit bis in den Plenarsaal vor (etwa bei Dagmar Ziegler (SPD), Rosemarie Hein (Die LINKE) und Kai Gehring (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Aber auch dann erscheint sie nur in Form einer begriffslosen Addition von einzelnen Missständen, die umgehend in eine ebenso begriffslose Addition von einzelnen Forderungen übersetzt werden. Dass diese uninspirierte Art der politischen Realitätsbewältigung bei der Koalitionsfraktion sofort den Vergleich mit einer „Wünsch-Dir-was-Sendung“ provoziert, darf niemanden wundern. Zu einer grundsätzlichen Kritik der Bildungspolitik im allgemeinen und des Bolognaprozesses im besonderen jedenfalls kann sich die Opposition nicht durchringen. Kritisiert wird immer nur die Umsetzung. „Nicht die Bologna-Reform an sich, sondern die Umsetzung in Deutschland ist das Problem“ (Kai Gehring BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Eine grundsätzliche Kritik hätte den Zusammenhang zwischen der Bildungsreform und dem neoliberalen Sozial- und Demokratieabbau aufdecken müssen und hätte von den Grünen und der SPD eine tiefgreifende Selbstkritik verlangt. Dazu sind diese beiden Agenda-Parteien aber offenbar nicht fähig.</p>
<p>So erhält die Debatte am 10.Mai 20012, am Vorabend der NRW Wahl, mit ihren starren Positionen und aneinandergereihten Textbausteinen den Charakter einer rituellen Show, in deren Verlauf die Akteure ihren erkennbaren Macht- und Realitätsverlust durch trotzig betontes Selbstlob („Jawohl wir haben die Bildungsrepublik, wir sind auf dem Weg dahin. Das ist ein gemeinsamer Erfolg, den soll man nicht klein reden“, Michael Kretschmer CDU) und durch deftige Zwischenrufe und Repliken („Reden sie doch nicht so dumm daher, Herr Dobrindt“, Marianne Schieder SPD) zu kompensieren versuchen.</p>
<p>Und während die Abgeordneten in Berlin vor den Objektiven des besten Parlamentsfernsehens, das es je gab, die demokratische Willensbildung weiter simulieren, wird im Bankenviertel von Frankfurt, dem eigentlichen Machtzentrum der Republik, das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit außer Kraft gesetzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Inkompetenzkompensationskompetenz</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 13:32:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzkonzept]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzorientierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Kompetenz? "Der hier artikulierte Verdacht lautet, dass (...) dass neben dem ›unternehmerischen Selbst‹ ein anderes Modell steht; eines, das unter Umständen sogar als ›ursprünglicher‹ angenommen werden kann: das des immanent militärischen, wehrhaften Selbsts" (Jürgen Gunia)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>lautet der Titel eines Beitrags des Philosophen Odo von Marquardt aus dem Jahr 1974 und zeigt schon  durch dieses Wortungetüm, wie inhaltsleer und beliebig besetzbar der Kompetenz-Begriff ist. Mit dem ihm eigenen Humor schreibt Marquardt in diesem Aufsatz &#8220;Über die Kompetenz und Inkompetenz der Philosophie&#8221;.</p>
<p>Da war allerdings noch nicht einmal ansatzweise die Rede von dem Kompetenzbegriff, mit dem heute an den (Hoch)Schulen agiert (und agitiert) wird. Denn alles andere als hummorvoll sind die &#8220;pisa-affinen&#8221; Definitionen des inhalsleeren Kompetenzbegriffs, die Volker Ladenthin in seinem Beitrag &#8220;<a title="Ladenthin Kompetenzorientierung" href="http://bildung-wissen.eu/fachbeitraege/kompetenzorientierung-als-indiz-padagogischer-orientierungslosigkeit.html">Kompetenzorientierung als Indiz pädagogischer Orientierungslosigkeit</a>&#8221; aufzeigt:</p>
<p>„Im deutschen Sprachbereich erfreut sich die im Klieme-Gutachten [hrsg. v. BMBF, Referat Bildungsforschung; rl] zitierte Kompetenzdefinition von Weinert großer Beliebtheit. (&#8230;) Dieser Kompetenzbegriff verlangt nicht nur, dass jeder das Vorgeschriebene ohne Frage lernt. Er soll es auch gerne lernen. (&#8230;) Das Wollen selbst soll beeinflusst werden und man soll das Wollen lernen. Eine solche Verhaltensmodifikation zielt massiv auf das, was zu schützen alle bisherigen Bildungstheorien angestrebt hatten, nämlich den freien Willen und damit das Wollen des Selbst, das uns selbst bestimmt. (&#8230;) So betrachtet – und so verstehen sich diese Methoden auch selbst –, ist die Kompetenztheorie die bisher ausgeprägteste Form einer Theorie der Fremdsteuerung.&#8221;</p>
<p>Eine andere, nicht weniger autoritäre Konnotation des Kompetenzbegriffs führt Jürgen Gunia in seinem Beitrag &#8220;Kompetenz. Versuch einer genealogischen Ideologiekritik&#8221; aus. Mit Bezug auf Weinert und den Philosophen von Bollnow verweist Gunia auf die gedankliche Nähe einiger Autoren und Positionen zu Clausewitz und dessen Buch &#8220;Vom Kriege&#8221;:</p>
<p>&#8220;Darum wird es also in den folgenden Bemerkungen gehen: die auch für die Geisteswissenschaften alltäglich gewordene Kompetenzrhetorik einem historisch fundierten Vorbehalt auszuliefern und es ­ somit zu ermöglichen, eine kritische Haltung ihr gegenüber einnehmen zu können. Der Verdacht geht dabei aus von einer von erziehungswissenschaftlicher und soziologischer Seite erzielten wichtigen Erkenntnis, derzufolge dem kompetenten und sich gleichsam permanent selbst optimierenden Subjekt ein ökonomisches Modell zugrundeliegt. Als solches ist es unter der Bezeichnung »unternehmerisches Selbst« bekannt geworden. Der hier artikulierte Verdacht lautet, dass diese Erkenntnis möglicherweise weiter gedacht werden kann bzw. dass neben dem ›unternehmerischen Selbst‹ ein anderes Modell steht; eines, das unter Umständen sogar als ›ursprünglicher‹ angenommen werden kann: das des immanent militärischen, wehrhaften Selbsts.&#8221; (S. 2)</p>
<p>Aber lesen Sie selbst &#8230;</p>
<p>Quellen:<br />
Odo von Marquardt: Inkompetenzkompensationskompetenz, in: ders. Zukunft braucht Herkunft. Philosphische Essays, Stuttgart: Reclam, 2003 (1974)</p>
<p>Volker Ladenthin: <a title="Ladenthin: Kompetenzorientierung" href=" http://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2012/03/ladenthin-kompetenz.pdf">Kompetenzorientierung als Indiz pädagogischer Orientierungslosigkeit</a></p>
<p>Jürgen Gunia: <a href="http://www.uni-muenster.de/Textpraxis/sites/default/files/beitraege/juergen-gunia-kompetenz.pdf">Kompetenz. Versuch einer genealogischen Ideologiekritik</a></p>
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		<title>Kein Hauch von 68</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 14:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Fachbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Studium und Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[BA/MA Reform]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sprechen in diesem Text im Duett, und wir sprechen von der Lage an den Hochschulen im Jahr 2011. Um es gleich loszuwerden: Das Beste, was diesem Text widerfahren könnte, wäre seine Widerlegung durch unerwartete Ereignisse.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Gastbeitrag von Pierangelo Maset und Daniela Steinert</h4>
<p>Ein zweistimmiger Versuch zur unlustigen / irrsinnigen / wahnwitzigen Lage an den deutschen Hochschulen</p>
<p>Wir sprechen in diesem Text im Duett, und wir sprechen von der Lage an den Hochschulen im Jahr 2011. Um es gleich loszuwerden: Das Beste, was diesem Text widerfahren könnte, wäre seine Widerlegung durch unerwartete Ereignisse.</p>
<p>»Wir« sind eine Studentin und ein Dozent, die beide in den zurückliegenden Jahren hochschulpolitisch aktiv gewesen sind. Heute an einer Hochschule zu arbeiten heißt häufig, sich ununterbrochen mit Selbstmanagement zu befassen, gezwungen zu sein, zum Reputationssammler zu verkommen, und es heißt vor allem, Wissenschaft als vielseitiges Machtinstrument zu begreifen und zu reproduzieren. An einer Hochschule tätig zu sein kann mit anderen Worten bedeuten: Sich bei vorzeitigem Hirntod »auf hohem Niveau« selbst zu beobachten und diese Beobachtungen anderen so lange vorzutragen, bis sie etwa damit anfangen können. Heute an einer Hochschule zu studieren heißt, im universitären Assessment-Center unentwegt Gesten nachzuahmen, um das Ich-Kapital als einzigartig und optimierungsfähig auszuweisen. In einer Masse von Studien- und Prüfungsleistungen untergehend, wird eigenständiges Denken mehr und mehr verdrängt vom Tunnelblick durch Zukunftsangst, und das Studium wird zum Auslese-Instrument für selbstzufriedene Eliten – angeleitet von einem hilflosen Wissenschaftspersonal.</p>
<p>Der gesamte Beitrag als PDF:<a title="Maset, Steinert: Kein Hauch von 68" href="http://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2012/05/maset-steinert.pdf"> Maset, Steinert Kein Hauch von 68</a></p>
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		</item>
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		<title>Konstruieren sich Leistungsstudien ihre eigene Wirklichkeit?</title>
		<link>http://bildung-wissen.eu/fachbeitraege/konstruieren-sich-leistungsstudien-ihre-eigene-wirklichkeit.html</link>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 14:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Fachbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomisierung]]></category>
		<category><![CDATA[PISA]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit nahezu vierzig Jahren kommt die OECD zu denselben Ergebnissen. Analysen wie Rezepte scheinen austauschbar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ruck-Rede und Pisa-Schock: Nie war öffentlich so viel von Bildung und Bildungssystem die Rede wie nach Pisa &#8211; und nie ist so schnell so viel reformiert worden wie nach dem Schock. Ein gewaltiger Innovationsschub für Deutschland! Schon die radikal ehrliche Bestandsaufnahme hat mit alten Selbsttäuschungen aufgeräumt und nunmehr den Zustand des deutschen Bildungssystems erstmalig empirisch und damit nachprüfbar beschrieben. Das hatte es noch nie gegeben. Der Befund: &#8220;Das bildungspolitische OECD-Länderexamen, das in drei Etappen &#8230; stattfand, ist für die Bundesrepublik alles andere als gut ausgefallen.&#8221; Mit diesen Worten wird die erste internationale OECD-Bildungsstudie von der zuständigen Staatssekretärin eingeleitet &#8211; allerdings schon im Mai 1973: Der Titel &#8220;Bildungswesen mangelhaft &#8230; (in: FAZ vom 12.4.2012)</p>
<p>Der vollständige Artikel:<a href="http://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2012/05/ladenthin_leistung1.pdf"> Ladenthin Leistungsstudien</a></p>
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		<title>Auswärtige unzuständig</title>
		<link>http://bildung-wissen.eu/fachbeitraege/auswartige-unzustandig.html</link>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 13:40:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Fachbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
		<category><![CDATA[OECD]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich stehen Europa in der Bildungspolitik keinerlei Kompetenzen zu. Trotzdem wird EU-weit das Bildungswesen immer stärker vereinheitlicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Gastbeitrag von Heinz-Elmar Tenorth</h4>
<p>Eigentlich stehen Europa in der Bildungspolitik keinerlei Kompetenzen zu. Trotzdem wird EU-weit das Bildungswesen immer stärker vereinheitlicht.</p>
<p>Europa ist in der Bildungspolitik omnipräsent. Der Bologna-Prozess, selbst kein EU-Unternehmen, hat mit seinen Beschlüssen das europäische Hochschulsystem seit 1990 in Atem gehalten und deutlich verändert. Die Forschungsförderung der EU verteilt Milliarden. Mit Erasmus und anderen Stipendienprogrammen wird die internationale Mobilität von Studierenden gefördert. Und soeben erst haben die Länder der Europäischen Union den EQR, den Europäischen Qualifikationsrahmen beschlossen und den Abschlüssen im Bildungswesen ihren Platz in einer achtstufigen Skala zugeordnet, den deutschen Meister-Brief auf die Ebene der hochschulischen BA-Abschlüsse gehoben (Stufe fünf), allerdings keinen Platz für das Abitur gefunden.</p>
<p>Der vollständige Artikel bei der FAZ: <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/europaeisches-bildungswesen-auswaertige-unzustaendig-11713302.html">Tenorth: Auswärtige</a><img src="data:image/gif,GIF89a%12%00%12%00%B3%00%00%FF%FF%FF%F7%F7%EF%CC%CC%CC%BD%BE%BD%99%99%99ZYZRUR%00%00%00%FE%01%02%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%21%F9%04%04%14%00%FF%00%2C%00%00%00%00%12%00%12%00%00%04X0%C8I%2B%1D8%EB%3D%E4%00%60%28%8A%85%17%0AG*%8C%40%19%7C%00J%08%C4%B1%92%26z%C76%FE%02%07%C2%89v%F0%7Dz%C3b%C8u%14%82V5%23o%A7%13%19L%BCY-%25%7D%A6l%DF%D0%F5%C7%02%85%5B%D82%90%CBT%87%D8i7%88Y%A8%DB%EFx%8B%DE%12%01%00%3B" alt="" border="0" /></p>
<p>Als PDF: <a href="http://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2012/05/tenorth_euBildung.pdf">Tenorth Auswärtige unzuständig</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Bescheidwissenschaft aus dem Schlaumeyeratelier.mov“</title>
		<link>http://bildung-wissen.eu/kommentare/%e2%80%9ebescheidwissenschaft-aus-dem-schlaumeyeratelier-mov.html</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 12:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mparmentier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf diesen Youtube Film hat uns ein Mitglied der Gesellschaft für Bildung und Wissen aufmerksam gemacht. Wir empfehlen ihn der ernsthaften Betrachtung und sparen uns jeden weiteren Kommentar. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=25fuXGu1obc ">Link</a> zu Youtube.</p>
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		<title>„Nullnummer statt Turbo-Abschluss: der Bachelor“</title>
		<link>http://bildung-wissen.eu/kommentare/%e2%80%9enullnummer-statt-turbo-abschluss-der-bachelor.html</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 11:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mparmentier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
		<category><![CDATA[Neoliberalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[„In sechs Semestern zum Turbo-Abschluss und ab in den Job – das war die Idee der Bologna- Reform. Heute, 13 Jahre nach Bologna, zeigt sich: An den Unis wurde nichts besser, aber vieles schlechter."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>„In sechs Semestern zum Turbo-Abschluss und ab in den Job – das war die Idee der Bologna- Reform. Heute, 13 Jahre nach Bologna, zeigt sich: An den Unis wurde nichts besser, aber vieles schlechter: Bulimie-Lernen, Credit-Points, Workload – so sieht das Bachelor-Studium 2012 aus! Verschulte Studiengänge, überlastete Studenten und frustrierte Professoren, die sich das alte Diplom zurückwünschen. Sogar der anfänglich größte Fan des neuen Studiengangs, die Wirtschaft &#8211; ob Großunternehmen oder Kleinbetriebe &#8211; stellt mittlerweile fest: Von der versprochenen „Praxisnähe“ beim Bachelor ist so gut wie nichts übriggeblieben. Eine missratene Hochschulpolitik, die Millionen Bachelor-Studierende ausbaden müssen, die Versuchskaninchen des Bologna-Experiments.&#8221; Quelle: <a href="http://www.wdr.de/tv/monitor//index.php5">Monitor Nr.633 vom 26.04.2012</a></p>
<p><strong>Kommentar: MP</strong></p>
<p>„Studiengänge, die überfrachtet sind, Studierende, die überfordert sind, Dozenten, die frustriert sind und am Ende Absolventen, die keinen geeigneten Job finden.“ Mit dieser Beschreibung gibt Bernhard Kempen, der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes in dem <a href="http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/0426/bachelor.php5">Monitor-Beitrag</a> wieder, was alle, die vor der Realität nicht die Augen verschließen, längst wissen: Die Hochschulreform, die vor 13 Jahren unter der Bezeichnung Bologna-Prozeß in Gang gesetzt worden ist, hat keines ihrer erklärten Ziele erreicht und muß deshalb nach den Kriterien der von ihr selbst eingeführten Outputorientierung für  gescheitert gelten. Wir haben das auch auf <a href="http://bildung-wissen.eu/kommentare/%E2%80%9Eaus-dem-scheitern-lernen.html">dieser Homepage</a> schon mehrfach konstatiert.</p>
<p>Die entscheidende Frage ist nun, warum der Irrsinn gleichwohl fortgeführt wird. In dem genannten Monitor-Beitrag findet sich eine Antwort auf diese Frage, die durchaus erwägenswert ist und doch nicht ganz überzeugt. In dem Abschlussstatement sagt der Kultusminister von Mecklenburg-Vorpommern Mathias Brodkorb: „Man darf eines nicht vergessen, an diesem Projekt Bologna-Reform sind Tausende Menschen in diesem Land beteiligt, die seit Jahren das befördern und auch allen erklärt haben, das ist besser, als das was wir hatten. Jetzt stellt sich heraus, das ist nicht so. Und diese vielen tausend Menschen müssen bereit sein zu sagen, oh, wir haben uns geirrt, das war ein Fehler. Das müssen wir heute einsehen. Und ich glaube, dieses Eingeständnis zu formulieren, fällt vielen nicht ganz leicht.“</p>
<p>An dieser psychologischen Erklärung, die das Fortdauern des Bologna-Desaster auf eine innere Blockade zurückführt, mit der die Verantwortlichen sich vor dem Eingeständnis schützen, einen Fehler von historischen Ausmaßen begangen zu haben, ist sicher manches dran. Viele der Aktivisten und Propagandisten bis in die obersten politischen Ränge hinein wirken in ihrem Festhalten an dem gescheiterten Bologna-Projekt tatsächlich eigentümlich verstockt und borniert. Doch die Psychologie reicht zum Verständnis des anhaltenden Unsinns nicht aus. Auch ganz handfeste ökonomische Motive sichern den Fortgang des Bologna-Prozesses. Und es dürften die gleichen sein, die schon für seine Initiierung entscheidend waren. Nur treten an diesen Motiven jetzt ganz neue Aspekte hervor. Und im selben Maße, wie sie hervortreten, wächst ein monströser Verdacht: Könnte es sein, dass die Hochschulen als Teil eines allgemeinen und öffentlichen Bildungswesens mit Hilfe dieser sogenannten Reform mutwillig zerstört werden, um den privaten Marktkräften, den internationalen Kursanbietern und Qualifikationsbetrieben, die steuerfinanzierte Konkurrenz endgültig vom Halse zu schaffen und den Weg für nachhaltige Geschäfte zu ebnen?</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
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		<title>Wider die Ökonomisierung der Bildung</title>
		<link>http://bildung-wissen.eu/fachbeitraege/wider-die-okonomisierung-der-bildung.html</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 12:47:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Fachbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsstandards]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Qualität unseres Bildungswesens ist essentieller Parameter für die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft. Man richtet deswegen das Bildungssystem auf das aus, was man für die Bedürfnisse der Wirtschaft hält. Gastbeitrag von Eberhard von Kuenheim]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Gastbeitrag von Eberhard von Kuenheim</h4>
<h5>Erziehung, Bildung, Ausbildung sind das Kapital unserer Gesellschaft. Ein enger Utilitarismus in Bildungsfragen ist ebendarum von geringem Nutzen</h5>
<p>Die Qualität unseres Bildungswesens ist essentieller Parameter für die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft. Man richtet deswegen das Bildungssystem auf das aus, was man für die Bedürfnisse der Wirtschaft hält. Bildung wird funktional verstanden und ökonomischem Nutzendenken untergeordnet. Mehr noch: Zunehmend unterwirft man sich Zwängen als Folge einer allgemeinen Ökonomisierung des Lebens. Allenthalben – ob in Kultur, Politik, Wissenschaft und Forschung, im Gesundheitswesen und selbst im gesamten Bereich der Bildung – scheinen offenbar vergleichbare Anforderungen zu bestehen wie für Unternehmen der Wirtschaft.</p>
<p>Allerdings fügt man sich dem nur widerwillig und wehrt sich gegen diese Tendenzen. Man beklagt die Zwänge der Wirtschaft, denen man unterworfen zu sein meint; das Übergreifen der Ökonomie auf alle Bereiche des Lebens gehört zu den Traumata unserer Zeit. Indizien dafür finden sich in der Sprache: Alle Welt fordert Investitionen in Bildung, um die Zukunft des Landes zu sichern – zugleich wird das Wort „Humankapital“ zum Unwort des Jahres erklärt. Ist diese Konstellation für die Wirtschaft tatsächlich traumhaft?</p>
<p>Der vollständige Artikel als PDF: <a href="http://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2012/04/Kuenheim-1.pdf">Kuenheim: Wider die Ökonimisierung der Bildung</a></p>
<p>(Erschienen in FAZ vom 13. April 2011, S. N5)</p>
<p>Eberhard von Kuenheim war von 1970 bis 1999 zunächst Vorsitzender des Vorstands, dann Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayerischen Motorenwerke AG. Sein Text ist die gekürzte Version eines Beitrags zum „Universitas“-Forum der Eberhard von Kuenheim Stiftung.</p>
<div id="divLookup" style="background-color: #ffff77; color: #000000; position: absolute; top: 30px; left: 24px; padding: 3px; z-index: 10000; border-radius: 3px 3px 3px 3px;"><img src="data:image/gif,GIF89a%12%00%12%00%B3%00%00%FF%FF%FF%F7%F7%EF%CC%CC%CC%BD%BE%BD%99%99%99ZYZRUR%00%00%00%FE%01%02%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%00%21%F9%04%04%14%00%FF%00%2C%00%00%00%00%12%00%12%00%00%04X0%C8I%2B%1D8%EB%3D%E4%00%60%28%8A%85%17%0AG*%8C%40%19%7C%00J%08%C4%B1%92%26z%C76%FE%02%07%C2%89v%F0%7Dz%C3b%C8u%14%82V5%23o%A7%13%19L%BCY-%25%7D%A6l%DF%D0%F5%C7%02%85%5B%D82%90%CBT%87%D8i7%88Y%A8%DB%EFx%8B%DE%12%01%00%3B" alt="" border="0" /></div>
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		<title>Bildungfsreform und Propaganda</title>
		<link>http://bildung-wissen.eu/veranstaltungen-1/bildungfsreform-und-propaganda.html</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 13:42:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rlankau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsstandards]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Einsprüche]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag 26.4. 2012, 18.00 Uhr / Vortrag Prof. Dr. J. Krautz
Leuphana Universität Lüneburg / Campus Scharnhorststrasse
Gebäude 16, Raum 310 Musiksaal]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Zur Durchsetzung eines ökonomistischen Menschenbildes im Bildungswesen</h4>
<h4>Donnerstag 26.4. 2012, 18.00 Uhr</h4>
<p>Leuphana Universität Lüneburg<br />
Campus Scharnhorststrasse<br />
Gebäude 16, Raum 310 Musiksaal</p>
<p>Der Eintritt ist frei.</p>
<p>Veranstalter: Institut für Kunst, Musik und ihre Vermittlung (IKMV) <a href="http://www.leuphana.de/ikmv">www.leuphana.de/ikmv</a></p>
<p><a href="http://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2012/04/bildungskultur_web.jpg"><br />
<img class="size-thumbnail wp-image-2658 alignleft" title="bildungskultur_web" src="http://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2012/04/bildungskultur_web-150x150.jpg" alt="Krautz" width="150" height="150" /><br />
</a>Download Plakat Printversion (jpg):<br />
<a href="http://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2012/04/bildungskultur_3.jpg">Bildungsreform und Propaganda</a></p>
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